Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1899. (26)

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3.  in  den  Ausführungsvorschriften  zum  Reichsstempelgesetze  vom  27.  April  1894
(Central-Blatt  S.  121)  in  Ziffer  17  Absatz  5  hinter  dem  Worte  „theilweise“
die  Worte:  „mittelst  der  Schreibmaschine  oder“  einzuschalten.

Berlin,  den  23.  März  1899.

Der  Reichskanzler.
Im  Auftrage:  v.  Koerner.

 

 

Nr.  3916.

Bekanntmachung,  die  Benützung  von  Grünmalzquetschmaschinen,  sowie  von  Futterschrot=  und
Hausmühlen  ohne  Kontrolapparat  betreffend.

fönigliches  Staatsministerium  der  Finanzen.

Ueber  den  Besitz  und  die  Benützung  von  Quetschmaschinen,  sowie  von  Futterschrotund
  Hausmühlen  ohne  Kontrolapparat  wird  auf  Grund  des  Art.  29  Abs.  3  des  Gesetzes
über  den  Malzaufschlag  vom  .  Smenber  1689  (Gesetz=  und  Verordnungsblatt  von  1889
Seite  599  ff.)  versuchsweise  und  unter  dem  Vorbehalte  jederzeitigen  Widerrufs  das  Nachstehende
  angeordnet:

§  1.

Personen,  Genossenschaften  und  Gemeinden  ist  die  Anzeige  über  den  Besitz  einer  Quetschmaschine,
  einer  Futterschrot=  oder  Hausmühle  erlassen  und  deren  Benützung  ohne  besondere
Bewilligung  gestattet,  wenn  sie  ein  malzaufschlagpflichtiges  Geschäft  (Bierbrauerei  oder  Essigsiederei)
  nicht  oder  in  einer  Eutfernung  von  mehr  als  fünf  Kilometern  vom  Aufstellungsorte
  der  Maschine  oder  Mühle  betreiben.  ·

§  2.

Die  Benützung  der  Quetschmaschine,  der  Futterschrot=  und  Hausmühle  ist  auf  den
eigenen  Bedarf  des  Besitzers  beschränkt.  Die  Zulassung  einzelner  Ausnahmefälle  ist  von
besonderer  Genehmigung  der  Aufschlageinnehmerei  abhängig.

Dörr=  oder  Luftmalz  darf  weder  im  Aufstellungsraume  der  Maschine  oder  Mühle
aufbewahrt  noch  auf  derselben  gebrochen  (gemahlen,  geschrotet)  werden.

83.
Die  Steuerbeamten  sind  befugt,  jederzeit  über  Quetschmaschinen,  Futterschrot-  und
Hausmühlen  die  gesetzliche  Nachschau  auszuüben.  Zu  diesem  Behufe  ist  ihnen  stets  der  Ein—
tritt  in  den  Betriebsort  zu  gestatten.  (Art.  30  und  41  des  Gesetzes  über  den  Malzaufschlag).