Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1910. (37)

Nr.  23.  219

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1.  Die  Wirksamkeit  der  Versicherung  beginnt  14  Tage,  von  mittags  12  Uhr  an  gerechnet,
  nach  dem  Zulassungsbeschlusse,  beziehungsweise  bei  neuen  Zugängen  von  Pferden
bereits  versicherter  Pferdebesitzer  binnen  14  Tagen  nach  erfolgter  Aufnahme  des  Pferdes  zur
Bersicherung.

2  Die  Versicherung  dauert  so  lange,  bis  der  Versicherte  seinen  Austritt  (§  18)  bei  dem
Bereinsausschusse  erklärt  hat  oder  der  Ausschluß  des  Versicherten  (§  5)  vom  Vereinsausschuß
  verfügt  wird.

§  13.

1  Jede  Anderung  im  versicherten  Pferdebestande  oder  in  der  Verwendungsart  eines  versicherten
  Pferdes  und  der  Wohnung  muß  innerhalb  3  Tagen  dem  Vereinsausschusse  angezeigt
  werden.

2  Der  Eintritt  von  Fohlen  in  das  zur  Aufnahme  geeignete  Alter  gilt  als  Anderung
im  versicherten  Pferdebestande.

3.  Für  die  Schätzung  und  für  die  Berichtigung  des  Versicherungsbuches  finden  die
§§  7—11  Anwendung.

4  Die  Unterlassung  der  Anzeige  kann  vom  Vereinsausschusse  mit  Ordnungsstrafen  bis
zum  Betrage  von  3  X  geahndet  werden.

5  Gegen  die  erkannte  Ordnungsstrafe  ist  binnen  8  Tagen  Beschwerde  an  die  Verwaltung
der  Landesanstalt  zulässig.

§  14.

1.  Alljährlich  im  Frühjahre  und  im  Herbste  findet  durch  die  hiezu  bestimmten  Mitglieder
des  Vereinsausschusses  eine  Nachschau  in  sämtlichen  Stallungen,  nach  Ermessen  des  Ausschusses
  auch  durch  Besichtigung  der  Pferde  im  Freien  statt,  wozu  die  Pferde  nach  §  7
Abs.  2  vorzuführen  sind.

2  Zu  erheben  ist:

a)  ob  sämtliche  versicherungsfähige  Pferde  angemeldet  sind,

b)  ob  die  versicherten  Pferde  noch  sämtlich  vorhanden  und  in  entsprechender  Wart
und  Pflege  sind,

)  ob  bei  denselben  keine  Anderung  im  Werte  oder  in  der  Verwendungsart  eingetreten
  ist.

4  Bei  Pferden,  welche  die  in  §  3  Abs.  1  Buchstaben  a  bezeichnete  Altersgrenze  von
15  Jahren  überschritten  haben,  muß  der  ermittelte  Wert  nach  der  vorausgegangenen  letzten
Schätzung  in  jedem  Jahre  vom  16.  bis  21.  Jahre  um  mindestens  10  Prozent,  vom
21.  bis  26.  Jahre  um  mindestens  15  Prozent  und  vom  26.  Jahre  aufwärts  um  mindestens
20  Prozent  gekürzt  werden.

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