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gereiften und als durchaus zuverlässig erachteten Reichedeutschen zugänglich sein. Inebesondere
würden im Anschluß an die in diesem Weltkrieg und Weltwirtschaftskrieg gemachten
Erfahrungen diesenigen Personenkreise zweckmäßig vorzubilden sein, die später
an amtlicher Stelle bei der wirtschaftlichen Mobilmachung mitzuardeiten berufen sind,
neben Beamten der Zivilverwaltung im Innendienst vor allen Dingen auch die Beamten
der Militärintendantur, die mit einem wesentlich erweiterten Aufgabenkrels und entsprechend
erweiterter Einsicht in die volkewirtschaftlichen Zusammenhänge und Notwendigkeiten
vertraut gemacht werden müssen; des weiteren aber auch die Konsularbeamten,
die in ihrer späteren Tätigkeit draußen ihr Augenmerk nicht nur zu richten haben werden
auf unsere wirtschaftliche Defensive, sondern auch auf die Mögllchkeiten einer wirtschaftlichen
Offensive.
Das Erfahrungematerial, das der gegenwärtige Krieg dem Ausbau der Kriegewirtschaftslehre
darbietet, ist ungebeuer umfangreich. Wenn wir dieses Materlal planvoll
nutzen und in Zukunft mit der den Deutschen doch so geläufigen wissenschaftlichen Vertiefung
auf ständige Vorbereitung der wirtschaftlichen Mobilmachung hinwirken, dann werden
wir der Sicherheit unseres Reiches und Vaterlandes außerordentliche Dienste zu leisten
vermögen, die letzten Endes — wie jede tüchtige VDorbereitung für den Krieg — friedensfördernd
zu wirken versprechen, da sie dem Ausland einen großen Anreiz zum Kriege —
in Gestalt der Hoffnung, uns wirtschaftlich aushungern zu können — von vornherein gründlich
benehmen müssen.“
Jetzt haben wir diese Aufgaben nicht im Hinblick auf die Vorbereitung
eines Revanchekrieges, für den une jede Möglichkeit abgeschnitten scheint,
sondern für die Durchführung der sogenannten Friedenswirtschaft, in
der nun gleichfalle alle Kräfte für das Gemeinwohl eingeordnet werden
müssen, als ginge es um eine Fortsetzung des Krieges.
Hinfällig waren durch die Art, wie wir die Waffen niederlegten, auch all
die sorgfältigen Vorbereitungen für die Übergangswirtschaft.
Zu zweijähriger Kriegsarbeit, die sich vom Sommer 1915 bis zum Sommer
1917 erstreckte, war die militärische Demobilisation nach allen Richtungen
hin durchgearbeitet worden, damit der UÜbergang aus der Kriege“ in die
Friedenswirtschaft sich nicht so unvorbereitet und planlos vollziehen sollte,
wie jener aus der Friedens- in die Kriegswirtschaft. Obwohl die Demobilmachung
in dieser planvollen Weise nicht zustande gekommen ist, sondern
plötzlich Hals über Kopf große Teile des Heeres sich auflösten, Hunderttausende
von Arbeitslosen die Großstädte überschwemmten und die Nevolution
mit den sich anschließenden wirtschaftlichen Forderungen zeitweise
chaotische Wirtschaftezustände schuf, verdient es rückschauend doch immer
noch Beachtung, in welcher Weise die Durchführung der militärischen
Demobilmachung unter wirtschaftlichen Gesichtepunkten gedacht war.
Ein ungefähres Bild hiervon ergibt ein Bericht des Reichstage-Ausschusses
für Handel und Gewerbe, der im Sommer 1917 erstattet
wurde und eine Harstellung der abschließenden Verhandlungen über die
Maßnahmen zur Überführung der Kriegs- in die Friedenewirtschaft
enthielt, die Anfang Mai 1917 zwischen den zuständigen Kriegs- und Zioil-