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Wenn dagegen der Versatz erst Drei Monate nach der Anzeige erfolgk ist, oder die
Sache vor der Anzeige schon verpfänder war, oder in veränderter Gestalt zur teihcasse gebracht
wird, oder, in Folge der Anzeige, nicht mic ausreichender Sicherheit erkannt werden
könnte, so kann der sich legitimirende Eigenehümer solche, nur gegen Enerichtung des darauf
geliehenen Geldes sammt Zinsen und sonstigen Gebührnissen, oder nach dessen Abzuge
vom Erlöse, wenn das Pfand schon zur Auction ausgesetzt sein sollte, den Ueberschuß ausgeantwortet
erhalten.
Kann der Eigenthümer den Pfandschein nicht zurückliefern, noch deshalb gnügende Sicherheit
stellen, so wird mit der Ausantwortung so lange angestanden, bis, nach 9 11,
kein Anspruch des Verpfänders mehr denkbar ist.
.)20.) Bekanntmachung,
die Brabanter ½ und 1/ Kronenthaler betreffend;
vom 6ten Mai 1837.
M · hrere deutsche Regierungen haben seit kurzem die halben und vierrel Brabanrer Kronenthaler,
ihrer Geringhaleigkeic halber, theils als Münze ganz verrufen, theils auf einen
niedrigern Werth berabgesetzt.
Um daher dem in dessen Folge zu besorgenden nachcheiligen Eindringen dieser Geldsorten
in hiesige Ltande vorzubeugen, wird hierdurch, auf den Grund des Münzedicts vom
14 Mai 1763, jedermann vor Annahme und Ausgabe gedachter, in die Valvationstabelle
vom 28 September 1832, in welcher lediglich ganze Kaiserl. Königl., auch Kaiserl.
Oesterreichische Brabanter und Königl. Baiersche Kronenthaler, nach dem Werthe von
1 Thlr. 11 gr., aufgeführt sind, ohnehin nicht ausgenommenen Münzsorken, bei Vermeidung
der in dem gedachten Gesetze angedroheren Strafe der Confiscation, verwarnt, nicht
minder in Erinnerung gebracht, daß in dem Munzedicte vom 14 Mai 1763 9 22
insbesondere das verbotene absichtliche Einbringen solcher Münzen, um sie im tande auszugeben
und davon gesetzwidrigen Vorcheil zu ziehen, nicht nur ebenfalls mit der Confiscation
und Erlegung des vierfachen Werehs, sondern auch mit Gefängniß= und, nach Befinden,
sogar Juchchausstrafe bedroht worden ist.
Sämmtliche Obrigkeiten aber werden hierdurch, unter Hinweisinng auf die in 9 28
des Münzedicts vom 14 Mai 1763 gegen die Verabsäumung der dießfallsigen Obliegenbeiten
angedrohren Strafen, aufgefordert, auf das verbotene Einbringen und Ausgeben der
gedachten Münzsorten erneuerte und strenge Aufmerksamkeit zu richten und gegen jeden Contravenienten,
nach Vorschrift der bestehenden Gesetze, unnachsichrlich zu verfahren.
Dresden, den 6 Mai 1837.
Ministerium des Innern.
Nostitz und Jänckendorf.
Stelzner.