Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1810. (5)

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Biberach.  Der  unter  dem  Infanterie-Regiment  v.  Scharfenstein  aten  Bataillon  gestandene
Gemeine  Friedrich  Müller  von  Burgrieden  ist  den  8.  April  aus  der  Garnison  Gundelsheim  desertirt.
Es  wird  dies  hiemit  bekannt  gemacht,  mit  dem  Ersuchen,  denselben  im  Betretungsfall  entweder  hieher,
  oder  an  sein  Bataillon  auszuliefern.  Den  25.  April  1870.  Ko.  Oberamt.

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.«Cautstadt.DerbeidemKönigl.,Cl»)·eVMWIEgeks-Re»tt»nentHerzog  Heinrich  gestandene  Gemeine,
  David  Beck  aus  Fellbach,  ist  vor  einigen  Tagen  aus  seiner  Garnison  in  Blaubeuren  desertirt.
Alle  Hochlöbl.  Obrigkeiten  werden  eisucht,  auf  diesen  Oeserteur  fahnden,  ihn  auf  Betreten  arretiren,
und  entweder  an  die  Hochldbl.  Militärbehdrde  oder  an  hiesiges.  Oberamt  wohlverwahrt  einliefern.  zu
lassen.  Den  25.  n-  IMoO.  ·  Kdn.  Oberamt.  -,-Nekarsulm.

  Der  bei  dem  Infanterie-Regiment  Prinz  Paul  in  Heilbronn  gestandene  Gemeine
  Franz  Carl  Knoll  von  Gundelsheim,  ist  im  Monat  Wpril  desertirt.  Es  werden  daher  alle  Ortsobrigkeiten
  geziemendst  ersucht,  auf  denselben  zu  fahnden,  und  ihn  im  Berrekungsfall  hieher  einliefern
  zu  lassen.  Den  25.  April  1810.  -  Koͤn.  Oberamt.

Stokach.  Der  unter  dem  Kdn.  Garnisons-Regiment  gestandene  Gemeine,  Johannes  Rosenstiel
aus  Bodmann,  disseitigen  Oberamts,  ist  im  Merz  d.  J.  aus  der  Garnison  Hohenasperg  treuloserweise
desertirt.  Alle  obrigkeitliche  Behörden  werden  anmit  geziemendst  ersucht,  auf  denselben  bestens  fahnden,
  solchen  auf  Petreten  handfest  machen,  und  wohlverwahrt  gegen  Ersaz  der  Unkosten  entweder
an  das  Regiments-Commando  oder  zum  hiesigen  Oberamt  einliefern  zu  lassen.  Den  r5.  April  1870.

·  «  K.  Oberamr.

 

Stuttgart.  Der  dahier  mehrere  Monate  in  Arbeit  gestandene  Uhrmachersgeselle  Schwab,  der
sich  auch  Jean  Leonard  nennen  solle,  hat  sich  vor  einigen  Tagen  heimlich  entfernt,  und  mehrere  goldene
  Repetir-Uhren,  die  ihm  um  Repariren  anvertraut  wurden,  mir  sich  fortgenommen.  Es  werden
  daher  alle  auswärtige  Behörden  ersucht,  die  Königl.  Oberämter  aber  aufgefordert,  auf  denselben
  fahnden,  im  Betretungsfall  ihn  in  Verhaft  nehmen,  und  hieher  Nachricht  gelangen  zu  lassen.
Derselbe  soll  in  Frankenthal  associrt  gewesen  seyn,  er  ist  ungefähr  40  J.  alt,  stark  6  Fuß  groß,  har
ein  blasses  länglichtes  Angesicht,  eine  große  stark  gebogene  Nase,  schwarze  hagere  eingefallene  Wangen,
  schwarze  abgeschnittene  Haare  a  la  Titus,  schwarzbraunen  Bakenbarr,  die  untere  Lippe  des
Munds  hervorragend,  schwarze  etwas  eingefallene  Augen,  eine  heroische  Stimme,  spricht  deutsch  und
franzdsisch,  und  nur  im  Deutschen  hie  und  da  etwas  gebrochen.  Derselbe  geht  auswärts,  und  ist
in  einen  braunen  Ueberrok  gekleidet.  Den  12.  April  1810.  Kön.  Ober-Polizei-Direction.

Baknang.  Der  auf  Petri  und  Pauli  und  Tags  darauf  angeordnete  Krämer=  und  Biehmarkt
zu  Ldwenstein,  hiesigen  Oberamts,  wird  gnädigster  Erlaubniß  zu  Folge  künftig  an  einem  Tag  gehalten
  werden,  so  daß  diese  beide  Märkte  entweder  an  Petri  und  Paunli,  oder,  wenn  dieser  Felertag
auf  einen  Sonntag  fällt,  beide  an  dem  darauf  folgenden  Dienstag  Satt  haben.  Auch  wird  der  zweite
  Ldwensteiner  Krämer=  und  Viehmarkr,  welcher  bisher  im  Spätjahr  gehalten  worden  ist,  künftig
ebenfalls  an  einem  Tag,  und  zwar  am  Dienstag  nach  Martini  ,  oder,  wenn  Martini  auf  den  Dienstag
  selbst  fällt,  an  diesem  Tag  gehalten  werden.  Den  14.  April  1810.  Kön.  Oberamt.

Marbach:  Der  Marktfleken  Steinheim  an  der  Murr,  disseitigen  Oberamts,  hat  die  allergnddigste
  Erlaubnis  erhalten,  für  heuer,  und  auch  in  Zukunft  je  am  ersten  Donnerstag  im  Menar  Innius
  einen  dritten  Roß=  Vleh=  und  Krämermarkt  abhalten  zu  doͤrfen;  wovon  das  Publikum  durch
gegenwärtige  dffentliche  Bekanntmachung  in  Keuntniß  gesezt  wird.  Den  18.  April  1810.

6  Kon.  Oberamt  daselbst.

Wüstenroth,  Weinsberger  Oberamts.  Der  der  dortigen  Gemeinde  neuerlich  allergnädigst  bewilligte
  Krämer=  und  Viehmarkt  an  Medardi,  würde  heuer  auf  Freitag,  den  8.  Jnn.,  also  kurz
vor  dem  Pfingstfest  fallen;  solcher  wird  deswegen  am  Dienstag  zuvor  den  5.  Jun.  und  der  vorher
verechtigte  Spätlingsmarkt,  an  Simonis  und  Judä,  welcher  auf  einen  Sonntag  fallen  würde,  auch
am  Dienstag  vorher  den  23.  Okt.  abgehalten  werden.  Oen  9.  April  1810.  Oberamt  Weinsperg.