Full text : Gesetzsammlung für das Königreich Sachsen vom Jahre 1819. (2)

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ausländischer,  noch  ein  selcher  Stempel,  der  einer  Behörde,  oder  einem  Orte  hiesiger  tande  bewilliget
  seyn  sollte,  als  ein  Surrogat  des  landesherrlichen  Stempels  angesehen  werden.

C.  S.
Gegenstände  und  Arten  der  Stempelsteuer

Die  Stempelsteuer  wird  erhoben
vom  gestempelten  Papiere,
von  Spielkarten  und
von  Kalendern;
sie  ebeilt  sich  daher
I.  in  die  Papier-Stempelstener,
II.  in  die  Spielkarten-Stempelsteuer,
III.  in  die  Kalender-Stempelsteuer.

Besondere  Bestimmungen.
I.  Von  der  Papier-Stempelsteuer.

.  .
Form  des  Stempelpapiers.

Das  Scempelpapier,  welches  zum  Verkauf  gestempelt  wird,  ist  gewöhnliches  Schreibepapier;
  es  ist  jedoch  Jedem  nachgelassen,  sich  auch  andere  Serten  Papier,  oder  auch  Pergamentbogen,
  gegen  portofreie  Einlieferung  derselben  zur  Stempelfactorie  in  Dresden  und  Beisugung
  unbeschriebenen  Stempelpapiers  von  gleichem  Seempelbetrage  an  Zahlungestarr  ,  stempeln
  zu  lassen.  Die  Stempelfactorie  hat  diese  Stempelung  unenegeldlich  zu  beforgen.

.  5.

Auf  dem  Seempel  ist  Unser  Königliches  Wappen  nebst  dem  Stempelbetrage  ausgedrückt.
Er  wird  der  ersten  Seite  des  Bogens  oben  zur  linken  Hand,  oder,  bei  Bogen,  auf  welchen  in
Patentform  geschrieben  werden  soll,  oben  in  der  Mitte  schwarz  aufgedruckt.

C.  6.

Wenn  der  vorschriftmäßige  Seempelbetrag  durch  einen  Setempel  niche  ausgedrückt  werden.
kann,  so  konnen  auch  mehrere  Stempel,  welche  zusammen,  den  erforderlichen  Detrag  audmachen,
  neben  einander  aufgeschlagen  werden.