Volltext : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1902. (68)

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Insoweit  noch  Begräbnißkosten,  rückständiges  oder  nachzuforderndes  Verpflegsgeld,
sonstige  Aufwände  oder  erbrechtliche  Forderungen  zu  decken  sind,  ist  lediglich  der  verbleibende
  Ueberschuß  herauszugeben  und  auch  dieser  nur,  soweit  er  nach  Abzug  der  Uebersendungskosten
  mehr  als  1  beträgt,  andernfalls  ist  er  zur  allgemeinen  Verpflegtenkasse
abzuführen.

853.
Beschwerdeweg.

Wegen  der  Beschwerde  gegen  die  Entschließungen  der  Anstaltsdirektion  wird  auf  87
der  Verordnung  vom  1.  März  1902  10)  verwiesen.

Anlage  1I.  (Zu  §§  20  und  41  des  Regulativs.)

Anweisung,

wie  bei  Zuführungen  in  die  Landes-Heil=  und  Pfleganstalten
zu  verfahren  ist.

1.  Sobald  die  Bestimmung  getroffen  ist,  daß  der  Kranke  einer  Landesanstalt  überwiesen
  werde,  so  ist  er,  soweit  es  sein  Zustand  erlaubt,  von  der  Unterbringung  schon  in
der  Heimath  in  Kenntniß  zu  setzen;  etwaigem  Widerspruche  ist  mit  ruhiger  Entschiedenheit
  entgegenzutreten,  äußerstenfalls  aber  Zwang  anzuwenden.

2.  Zur  Vermeidung  von  Aufregung  und  Anstrengung  für  den  Kranken  ist  das
schnellste  und  bequemste  Fortkommen,  womöglich  die  Eisenbahn,  zu  wählen.  Wegen  Bestellung
  einer  besonderen  Wagenabtheilung  für  die  Beförderung  auf  der  Eisenbahn  ist
rechtzeitig  nach  den  hierfür  bestehenden  Bestimmungen  bei  der  Eisenbahnbehörde  das
Nöthige  einzuleiten.  Für  besonders  unruhige  Kranke  empfiehlt  sich  bei  geringer  Entfernung
  zwischen  Abgangsort  und  Anstalt  die  Benutzung  eines  geeigneten  Wagens.

3.  Wird  die  Eisenbahn  gewählt,  so  ist  bei  besonders  unruhigen  Kranken  die  vorherige

  Beschaffung  eines  Wagens  zur  Ueberführung  vom  Ankunftsbahnhofe  nach  der  Anstalt
  angezeigt.

 

10)  Dieser  lautet:

Gegen  ablehnende  Entschließungen  der  Anstaltsdirektionen  über  Aufnahmeanträge  oder  über  Beibehaltung
  Aufgenommener,  sowie  gegen  sonstige  von  der  Anstaltsdirektion  ausgehende  Entschließungen  steht
den  Betheiligten  die  Beschwerde  an  das  Ministerium  des  Innern  zu