380 Ludwig Stephinger, Die Landwirtschaft mit ihren Nebengewerben.
Die Staats- and Forstwirtschaftliche Grösse der bewirtschafteten Fläche
Kronforstbetriebe. Zahl der Betriebe Von der Gesamtfläche ist
Die rössenklassen. forstwirt- mit | ohne 6 k aan om 1m
ie forstwirtschaft- | schaftichon . en esarmt- forstwirt- | "0 1 Od-u.Unland
\ ich benutzten Betriebe Iandwirtschafulich fläch schaftlich Auzıes Land (einschliessl, Eric nn.
Flichen, d. v Kun nen überhaupt | (einschl. Nutzgarten ache enutztes (ginschliessl, Bd 1 Ziergarten,
etniebe betragen und Weinberg) Land u. Weinberg); Hutung) wässer)
unter 1 ha 61 1 8% 2935 27) 1921 | 168 119
1—2 46 29 17 5835 57 5136 410 232
2—10 147 70 77 19 597 6% 15783 | 2 376 748
10—20 86 4 45 17 056 1191 12 706 1018 2141
20—100 231 66 165 36 841 11 924 19 051 4 320 1546
100—200 134 27 107 30 646 19435 9.009 620 1582
200—500 208 42 166 77210 68 730 3 961 3706 813
500—1000 245 71 174 190 032 182 407 2412 2667 2546
1000—2000 540 186 354 836 911 803 316 7024 19574 | 6997
2000—5000 838 266 572 2865050 | 2 712236 24 077 78 202 50 535
6000 und darüber 178 62 116 1208911 1138139 13 558 3599 21215
Summe 2714*) 891 : 1823*)| 5290324 4938152 114 638 | 149 060 84 874
Von der ganzen forstwirtschaftlich genutzten Fläche sind Staats- und Kronforsten 33,7%,
Gemeindeforsten 16,1, Stiftungsforsten 1,5, Privatforsten 46,5, und Genossenschaftsforsten 2,2%.
Die Statistik von 1900 gibt den Ertrag nach diesen Besitzformen an, wonach in Festmetern der
durchschnittliche Anfall an Derbholzmasse auf dem Hektar betrug:
bei Kronforsten 3,32 fm bei Privatforsten 2,20 fm. x
Staats- und Staatsanteilforsten 3,44 ,,
Gemeindeforsten 2,67 .. und zwar:
Stiftungsforsten 3,33 „ bei Fideikommissforsten 3.04 „,
Genossenschaftsforsten 206 anderen Privatforsten 1,96 ,
Der Wald liefert Holz, Rinde (für Gerber), Früchte, Futterlaub, Laub- und Nadelstreu,
Aststreu, Harz, Teer, Moos, Pilze, Beeren, Gras, gewisse Erdarten, Torf usw., er ist meteorologisch
von grösster Bedeutung und bietet Schutz und Wohnung den nützlichen Vögeln, sowie den jagd-
baren Tieren. Der deutsche Wald ist aus einem natürlichen Mischwald mehr und mehr zumeinheitlich
gepflegten und aufgeforsteten Wald geworden, das Nadelholz verdrängt das Laubholz.
Nach der Berufszähblung von 1907 waren in der Forstwirtschaft 126 000 Personen als Beamte
und Arbeiter im Hauptberuf und 352 000 Personen im ganzen einschl. Familienangehörigen, sowie
654.000 Personen im Nebenberuf tätig.
Die Staaten hatten aus ihren Waldungen 1908 folgende Einnahmen:
Preussen 125 117605 Mk., Baden 8099 667 Mk.,
Bayern (1907) 45586366 „, Sachsen 16525647 „,
Württemberg 19766 284 „, Els.-Lothringen 7754874 „,
Die jährliche Nutzholzproduktion der deutschen Waldungen betrug im Jahre 1909 : 20 Millionen
Festmeter. Der Überschuss der Einfuhr über die Ausfuhr (bes. aus Russland und Österreich-Un-
garn) betrug 1909: 13,5 Mill. Festmeter, die durchschnittliche Mehreinfuhr 67 % der heimischen
Produktion.
Die Erträge der Binnenfischerei werden von Fischer auf 80—100 Millionen Mark
veranschlagt.
*) Uierunter I Betriebe wit 16269 ha Gesamtfläche, die in ungeteiltem Besitz von Staat und