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worden, wogegen die Belagerten die in der Feltung vor:
handenen 100 Gentner bid8 auf das legte Loth verfchofien.
Die Stadt Freiburg wurde von Mercy mit 1000 Mann
befest *).
Eo fiel diefer wichtige Plah, nachdem der Marfhall
Türenne einen fAwahen Berfud, denfelben zu entfegen, un:
ternommen hatte, in die Gewalt der Bayern. Diefer Verjud
beftand darin, daß Tiirenne eine die ganze Ebene bei Frei:
burg dominirende Anhöhe befegen wollte und zu diefem Zivede
aus den Regimentern Montaufier und Mezieres ein 1000 Manıt
ftarfes Bataillon bildete. Kaum hatten fi jebody diefe
franzöftfhen Negimenter, durd; andere Infanterie foutenirt,
in Bewegung gefegt, ald Mercy einige 20 Mufgquetiere de:
tadjirte, welde den Berg von einer andern Seite fihnell erfommen
und ein Gewehrfeuer gegen bie avancirenden Frans
zofen eröffneten. Diefe ftusten, glaubten die Anhöhe vom
ganzen bayerifhen Außvolfe bejegt und geriethen auf den
fteilen Wegen in Unordnung; zwei feige Fähndridhe wendeten
ih mit ihren Fahnen zur Fludt, ihnen folgten mehrere
Compagnien, worauf nach einer zweiten Dedharge der bayeri«
hen Mufquetiere fih das ganze franzöfifhe Bataillon auflöfte
und den Berg hinabfloh. Mercy befekte während biefer
(himpflihen Fludt der Feinde den Berg mit mehrern Regimentern;
Türenne aber gab fein Vorhaben, weldjes er jegt
mit großen Opfern hätte erfaufen müffen, auf, caffirte bie
beiden FYähndrihe und lagerte fih auf einer andern, nur
400 Schritte entfernten, niedrigen Anhöhe, mo er im Angefihte
des Feindes — der in feiner Belagerung ungeftort
fortfuht — ftehen blieb, jedod feinen ernftlihen Entfaß
wagte; die nummerifche Lleberlegenheit des Yeindes und ber
fhlechte Gelft, den feine ihm neu untergeordneten Truppen
am erften Kampftage bliden ließen, gaben ihm feine Luft,
feinen frifhgrünenden, faum errungenen Lorbeer den wohl:
geführten Streihen eines an Erfahrungen überlegenen Geg-*)
Rothenburg 754756,