Der Ost-Friede
In der Nacht vom 16. zum 17. Dezember wurde der
Waffenstillstandsvertrag unterzeichnet. Der Waffenstillstand
erstreckte sich danach auf die gesamte Landfront
von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer sowie auf den
türkisch-russischen Kriegsschauplatz in Asien, ferner auf
das Schwarze Meer und auf die Ostsee östlich des
15. Längengrades. Der Waffenstillstand sollte vom 17. Dezember
1917, mittags 12 Uhr, bis zum 14. Januar 1918
dauern, vom 21. Tag an mit siebentägiger Frist kündbar
sein und mangels Kündigung automatisch weiterlaufen.
Die Friedensverhandlungen sollten sofort aufgenommen
werden.
Die Vorbereitungen
für die Friedensverhandlungen
Nachdem mein Abschiedsgesuch am 9. November bewilligt
worden war, hatte ich mich als bayrischer Reserveoffizier
a. D. dem bayrischen Kriegsministerium für eine
militärische Verwendung zur Verfügung gestellt. Ehe
jedoch hierüber eine Bestimmung getroffen war, trat Anfang
Dezember der Reichskanzler Graf Hertling an mich heran
und ersuchte mich, angesichts der durch die Novemberrevolution
in Rußland in nahe Sicht gerückten Friedensverhandlungen
die einheitliche Zusammenfassung der Vorarbeiten
der einzelnen Ressorts für den wirtschaftlichen
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