Full text : Das Civil-Medizinal-Wesen im Königreiche Bayern. 2. Band. Die Medizinalpolizei. (2)

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schaft  über  den  Erfolg  der  behandelten  Kranheiten  zu  geben
schuldig.
8.  10.

Dieselben  sollen  die  Apparate  zur  Rettung  der  Scheintodten,
  die  Apparate  und  Geburtsstühle  der  Hebammen  und
die  Instrumente  der  Wundärzte  gelegenheitlich  besichtigen.

S.  11.

Die  in  den  Physikatsbezirken  befindlichen  Apotheken  sollen
die  Landärzte  in  strenge  und  fortdauernde  Aufsicht  nehmen.
Dieselben  sind  befugt,  so  oft  sie  es  für  gut  finden,  einzelne
Artikel  zu  besichtigen  und  zu  untersuchen,  und  wenn  sie  die
Arzneien  nicht  gut,  ächt  oder  verfälscht  finden,  an  die  großherzogliche
  Landesdirektion  zu  berichten  verbunden.

§.  12.

Individuen,  welche  sich  ohne  Erlaubniß  der  Regierung  mit
Ausübung  der  Medizin,  der  Chirurgie,  Geburtshilfe,  oder  mit
dem  Arzneiverkaufe  abgeben,  sollen  von  den  Landärzten  bei  den
Polizeibehörden  in  Anzeige  gebracht  werden,  damit  gegen  sie
nach  den  Gesetzen  verfahren  werden  könne.

8.  13.

Den  sämmtlichen  Bewohnern  des  Physikatsbezirkes  sollen
die  Landärzte  in  Krankheitsfällen,  und  wenn  sie  berufen  werden,
schnell  und  willig,  ohne  Unterschied  des  Standes,  bei  Tag  und
Nacht,  ihre  ärztliche  Hilfe  leisten.  Erweisliche  Versäumnisse  in
Erfüllung  dieser  wichtigen  Bestimmungen  werden  streng  und
nach  Umständen  selbst  mit  der  Dienstentlassung  bestraft  werden.
Dieselben  sollen  dagegen  die  großherzoglichen  Unterthanen,
welche  sich  der  Hilfe  anderer  von  der  Regierung  oder  den
benachbarten  Regierungen  authorisirter  Aerzte  zu  bedienen  für
gut  finden,  hierin  auf  keine  Weise  hindern.

8.  14.

Entsteht  aber  in  einem  oder  dem  andern  Orte  eine  Epidemie,
so  werden  die  Landärzte  der  Polizeibehörde  des  Distrikts  ohne
Verzug  die  Anzeige  machen,  und  bei  Vermeidung  schwerer  Verantwortung
  sich  von  Amtswegen  sogleich  an  Ort  und  Stelle
verfügen,  um  die  Kranken  zur  Heilung  zu  übernehmen.  Binnen
8  Tagen  soll  hierüber  Bericht  an  die  großherzogliche  Landesdirektion
  erstattet  werden,  in  welchem  die  Krankheit  nach  ihren