arm, und eins nur bleibt: Herzenodank. So viel Hingebung, so viel handelndes
und duldendee Heldentum, wohin das Auge schaut — und dennoch —!
Vom Kanal bie zur Schweizer Grenze Überall das gleiche Bild — ein
Volk in Waffen, dessen Hand, dessen Herz im Übermaß der Opfer zu erlahmen
begann. Und in diese Wirrnie drang aue dem Osten die Heilebotschaft „An
Alle“... Sie verhieß Frieden den Völkern, Abschüttelung der Zwingherrschaft
des Kapitols, des Militariomus, des Offiziersachselstückes, der Krone, deren
Träger immer mehr als der Eine erschlen, der all diese unsäglichen Opfer verlangte,
um seine und seines Hauses Herrschaft zu wahren ... Der Eine, zu
dem doch zwei Drittel aller deutschen Kämpfer niemals in jenem traulichpatrlarchallschen
Verhältnie des Empfindens gestanden patten, das noch 1870/71
die Masse des deutschen Bolkes mit dem Bilde des Monarchen, mit der Sehnsucht
nach dem Kaiser als Träger des deutschen Einheitswollens verdunden
batte.
Der Boden war reif für die Saat der Zwietracht, für die Miasmen der
Zersetzung.
9 eloem. 1. 129