Contents : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Nun.mer  44

Bomben  vernichteten  einige  Dücher  von  Wohnhäusern,
  eine  andere  siel  bei  der  Kirche  nieder,
in  der  gerade  der  Gottesdienst  abgehalten  wurde.
Sie  zertrümmerte  die  Fenster.  Eine  weitere
Bombe  fiel  in  der  Nähe  der  Küste  nieder  und
tötete  einen  Zivilisten  und  einen  Matrosen.
Im  ganzen  wurden  zwei  Männer  und  ein  Kind
getötet  und  ein  Matrose  verwundet.  In  Dover
stiegen  Flugzeuge  auf,  um  die  Angreifer  zu
verfolgen,  sie  konnten  jedoch  die  deutschen  Flugzeuge
  nicht  einholen.  (Z.)  —  Wie  man  sich
doch  alle  Mühe  gibt,  um  die  verheerende  Wirkung
  unserer  Luftangriffe  zu  vertuschen!
oswww-we


Der  uralans  .

Berlin,  21.  Febr.  Die  „B.  Z.“  veröffentlicht
  eine  Unterredung  mit'  dem,  Flotillenchef
der  an  dem  Gefecht  an  der  Doggerbank  beteiligt
  gewesenen  siegreichen  deutschen  Torpedoboote.
  Dieser  sagte  über  das  Verhalten  der
S#iglländer  gelegentlich  der  Rettun  uFsversuche  der
deutschen  Torpedoloote,  deren  Mannschaft  in
aufopfernder  Weise  bemüht  war,  von  den  Mannschaften
  der  versenkten  englischen  Schiffe  zu  retten,
  was  zu  retten  war:  Die  Engländer  konnten
nicht  fassen,  dass  man  sie  nicht  niedermachte,
daß  man  vielmehr  stundenlang  bei  ihren  Kameraden
  Wiederbelebungsversuche  anstellte.
Immer  von  neuem  betenerten  sie,  daß  sie  die
„Baralong“  als  nicht  zur  Marine  gehörig  zählten,
  und  auch  die  Ofiliere  legten  Wert  darauf,
in  erzehlen,  daß  der  Kommandant  der  „Baralong“
  entlassen  worden  sei.  (Z.)  —Es  ist  nicht
zu  vergessen,  daß  die  englische  Regierung  sich
ausdrücklich  auf  die  Seite  der  Mörder  schlug,
daß  der  Erzbischof  von  London  die  Mörder
öffentlich  pries,  daß  es  Gaben  für  die  Mörder
regnete.  Da  ändert  das  Verhalten  von  ein
paar  Offizieren,  die  sich  noch  schämen  klönnen,
nichts.  Die  englische  Nation,  geführt  von  ihren
verbrecherischen  Ministern  und  von  ihrer  nichtsnutzigen
  Presse,  bleibt  mitschuldig  des  gemeinen,
feigen  Mordes,  da  diese  die  Mörder  nicht  abgeschüttelt
  haben.
v  I  s

UIÆMMM«
Die  Beschießung  von  Belfort.
Berlin,  21.  Febr.  Die  Stadt  Belfort
wurde,  wie  schon  berichtet,  por  mehreren  Tagen
von  unserer  Artillerie  beschossen.  Aus  Belfort
  wurde  darüber  nun  französischen  Blättern
gemeldet:  Nachdem  die  Deutschen  Dünkirchen,
Verdun,  Chalons,  Compiegne  und  Nancy  beschossen
  hatten,  war  es  naheliegend,  daß  auch
Belfort  bald  an  die  Reihe  kommen  werde  und
daher  hat  die  Beschießung  Belforts  micht  allzu
sehr  überrascht.  Die  ersten  Schüsse  fielen  am
Dienstag,  8.  Februar,  nachmittags  12  Uhr  15
Minuten.  Dann  folgte  kein  Schuß  mehr  bis
anderen  Tages  um  5  Uhr  30  Min.  abends,
wo  in  Interwallen  von  je  10  Minuten  wieder
drei  Schüsse  aus  der  Ferne  abgegeben  waren.
Um  6  Uhr  30  Min.  folgte  dann  eine  Serie
von  vier  Schüssen,  von  denen  die  beiden  letzten
in  Interwallen  von  nur  5  Minuten  einander
folgten.  Die  Leute  glaubten,  viel  mehr  Schüsse
zu  hören,  da  der  nordwestlich  von  der  Stadt
gelegene  Salberg  und  die  umliegenden  Höhen
den  Knall  der  Schüsse  und  das  Platzen  der  Geschosse
  zurüdwarf.  Nach  7  Uhr  abends  folgten
leine  Schüsse  mehr,  dis  plötzlich  in  der  Nacht

der  bonh  ler  babaen

DDer  Inhall  der  ausegwobenen  *  blieb  vor-  "er
laung  noh  eim  Gehelmm--  Herr  vo
rlodander  hatte  umier  der  X—  8  ruckhaltlosen
  Zustimmung  seiner  weißen  Begleiter
denjenigen  Enischluß  9e  aßt,  der  nach  Gatze  der
Dinge  nicht  nur  der  vornehmste,  sond  ##n  auch
der  Fakurte  war.  Er  hatte
einen  der  Beutel  zu  öffnen.  So  wie  sie  aus
der  Erde  kamen,  wurden  sie  einzeln  auf  das
sorgfält  gste  versiegelt  und  zur  Verladung  auf
die  Kamele  bereitgemacht.  Unangetastet  und
unversehrt  sollte  der  Jund  an  die  zuständige
stalienische  (Behörke  abgeliesert  werden.
ie  einzige  Persönlichkeit,  die  vor  der
Fassung  dieen  Entschlusses  nicht  hatte  befragt
oder  zu  Rate  gezogen  werden  können,  war
Frau  Lydia  von  Heyden.  Ihr  Ges  sundheitszustand
  hatte  sich  über  Nocht  noch  erheblich
verschlechtert,  und  es  hatte  ganz  den  Anschein,
als  solle  sie  die  Kuste  nicht  lebend  erreichen.
Einzig  der  Sorgfalt,  die  bei  ihrem  Transport
ausgewende!l  wurde,  und  der  ausopfernden
Plse,  die  Erika  ihr  zutell  werden  ließ,  wa
es  zu  danken,  daß  wenigstens  die  schbem#ten.
Befürchtungen  ihrer  Begleiter  sich  nicht  erfüllten.
Aber  sie  war  noch  immer  bedenllich  krank.  als
die  „Aphrodite“  sie  mit  der  übrigen  Gesellscha
in  Aden  landete,  und  man  mußte  sie  urdter,
Obhut  des  dortigen  Arztes  zurücklasse
eine  Fortsetzung  der  Reise  für  g4  baebedeuir
gewen  wäre  mit  einem  Todesurt
Im  übrigen  nahmen  die  hans  tũr  d

streng  erboten,

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zum  Donnerstag,  10  Februar,  11  Uhr  35  Min.
ein  gewaltiger  Krach  in  der  Stille  der  Nacht
die  Bevölkerung,  die  sonst  schon  äuherst  aufgeregt
  war,  aus  dem  Schlase  weckte.  Dann
herrschte  wieder  Ruhe,  bio  am  Donnerstag,
nachts  3  Uhr  15  Min.  wieder  eine  schwere
Granate  mitten  in  die  Stadt  fiel  und  großen
Schrecken  vekbreitete.  Eine  zweite  folgte  nur
2  Mlnuten  später.  Am  Freitag,  vormittags
6  Uhr  50  Min.,  begann  die  Beschießung  von
neuem;  um  9  Uhr  versuchte  ein  deutscher  Flieger,
  sich  Belfort  zu  nähern,  um  die  Erfolge
der  Beschießung  auszukundschaften.  Er  mußte
aber,  da  er  rechtzeitig  gemeldet  worden  war
und  sich  deshalb  die  Belforter  Flieger  zeitig
genug  in  die  Lüfte  machten,  wieder  Kehrt  machen.
  Immerhin  scheint  er  so  viel  gesehen  zu
haben,  daß  die  Stadt  getroffen  war.  Denn
schon  2  Stunden  später  folgte  (Freitog,  11  Uhr
vormittags)  der  Hauptschlag.  Ein  Schaß  folgte
dem  anderen  in  Pausen  von  nur  3  bis  5  Minuten;
  im  ganzen  12.  Die  Bestürzung  in  der
Stadt  und  der  ganzen  Umgebung  war  ganz
außerordentlich.  Als  wieder  Ruhe  eingetreten
war,  hörte  man  ungefähr  um  12  Uhr  in  der
Luft  das  Klatschen  von  gewöhnlichen  Granaten
oder  Schrapnells.  Offenbar  waren  deutsche  Flieger
  über  der  Stadt,  bie  beschossen  wurden;
sehen  konnte  man  sie  nicht,  weil  die  Wolken
tief  lagen  und  es  unterdessen  zu  schneien  anfing.

——

Aanen.

Englisch-italienische  Abmachungen
über  österreichisch-ungorischen
rnenenn

Febr.  Das  Londoner
Wochenblatt  v  Mo  |,  E  küt:  nu  einem
Aufsehen  erregenden  Arti  anchester
Guardian“  vom  Donnerstag  letu  Sir  Artur
Evans  mit  erstaunlicher  Freimütigkeit  die  Geschichte
  von  dem  Falle  Montenegros.  Er  erklärt,
  daß  auf  Grund  des  Abkommens  über
die  Beteiligung  Italiens  am  Kriege  das  englische
  Ministerium  des  Aeußern  dareinwilligte,
daß  ausgedehnte  Gebietsteile  Oesterreich-Ungarns,
  welche  von  Serben,  Kroaten  und  Slawen
  bewohnt  werden,  im  Falle  eines  Sieges

ebeimrak  von  Sylvander  den  denkbar  91#
lichsten  Verlauf.  Die  Auslieferung  des  Schatzes,
dessen  Wert  freillch  um  ein  beträchlliches  hinter
den  gehegten  Erwartungen  zurückblieb,  beseiligte
jeden  Zweifel  an  der  Redlichkeit  seiner  Absichten,
und  seine  durch  die  Angaben  der  Begleiler  unterstützte
  Erzählung  von  dem  Hergang  der  Ereignisse
  fand  vollen  Glauben.  In  einer  offiziellen
Erklärung  wurde  er  von  jeder  Verantwortlichkeit
  für  das  vorgekemmmeenle  Blutvergießen  freigesprochen,
  und  auf  Grund  von  Verhandlungen
mit  den  berusenen  Stellen  in  Rom  wurde  ihm
ein  Tell  des  unen  zuerkannt.  Der  Geyelmrat,

dem  man  hoch  *  die  Auswahl  überlassen
hatte,  sanh  0  ediglich  für  e  bu  Prunk.

Rotterdam,

 

gefäße  von  besonders  hohem  Alter,  die  er  seiner
Sammlung  Fung  upeerleie°  aünie  Und  eine
ohe  italienische  Orden  zeichnung  war  der

ohn  leiner  tiblternerce  Lee  Eener

albes  Jah  der  Rückkehr
ihrer  ahern  Fuhpehen  traf  auch  Frau
von  Heyden  wieder  utschland  ein.  Sie

war  körperlich  v  *  genesen,  auf  ihren
Gemütszustand  cae  atien  die  furchtbaren  letzten
Ehise  in  der  afrlfanischen  Wüsste  elne  Wirkung
eübt,  die  sich  während  Wbrr!  ein  igen  Unterbedung
  mit  dem  Geheimrat
tiesen  und  reuevollen  leberges"  %  eit  deuth
  çgenug  offenbarte.  die  Vorgänge
Tode  ihres  Gatten  und  ober  den  nucke
den  sie  m#  icherwesse  an  diesen  Vorden  gent  ge
bebt.  wurde  natürlich  nich  eroen  wie
er  alte  He#r  mit  seinstem  kigelu
heust  alles  —y  was  von  der  ung##
ichen,  hart  getraften  Frau  als  ein  muisN
ätte  empfunden  werden  können.  Je  weniger
le  also  in  die  Notwendigkeit  versetzt  wurde,  sich
zu  rechtferticen,  desto  alaubwäürdiaer  mucte  das

estalt  einer

ber.  Alli#erten  Italien  einverleibt  werden  sollen.
Das  Hauptergebnis  dieser  Preisgabe  der
tionalrechte  der  dortigen  slawischen  Bevölkerung
war,  daß  ein  gemeinschaftlicher  Feldzugsplan
zwischen  Italien  und  Serbien  unmöglich  wurde,
daß  die  österreichischen  Serben  ihre  (angebliche)
  Begeisterung  für  die  Sache  der  Alliierten
verloren  und  daß  die  kroatischen  Regimenter
am  Jsonzo  mit  verdoppelter  Wut  die  Italiener
bekämpften.  Ferner  wurde  dadurch  die  Abneigung
  der  Serben,  an  Bulgarien  Zugeständnisse
zu  machen,  vergrößert.  Die  Italiener  verlangten
  auch,  daß  die  französische  Flotte,  welche
bisher  die  österreichische  Küste  blockiert  hatte,
ihnen  jenen  Kriegsschauplatz  überließe.  Das
hatte  zur  Folge“  daß  die  blterreichsschen  Unterseeboote
  die  Küste  beherrschten  und  den  Golf
von  Cattaro  ungehindert  benutzen  konnten,  als
für  Montenegro  der  kritische  Augenblick  kam.
Die  montenegrinische  Armee  wurde  ohne  Nahrung
  und  Munition  ihrem  Schicksal  überlassen.
Sir  Evons  fuhn  aus,  daß  eine  ilalienische  Armee
von  25000  Mam  und  Artillerie  die  Stellung
des  Lovcenberg#es  zu  retten  imstande  gewesen
wäre,  aber  Italien  habe  vorgezogen,  eine  lleine
Expedition  nach  Vasona  zu  entsenden,  um  seine
Asorach  auf  diesen  Hafen  zu  bekunden.“  (3.)

Im  zerschossenen  Görz.

Wien,  21.  Febr.  Der  Kriegsberichterstatter
bes  „Wiener  Fremdenblattes“  stellt  nach  einem
Besuche  von  Görz  fest,  daß  in  der  Stadt  infolge
  derrtallenchenBeschicsziingooii2700

usern  1200  arg  beschädigt  oder  völlig  zerind,
  und  don  etzt  auch  die  nächstliegene
  unter  ttallenischem  Feuer  stehen.
Prona  G  kein  einziges  Haus  mehr,  Klyute
  sei  durch  Brandbomben  angezündet,  Valcano
  und  Werto  nusss-  mit  schweren  Granaten  belegt
  worden.  Der  Sachschaden  in  Görz  würde
auf  über  20  Millionen  Kronen  geschätzt.  Görz
lebe  destnoch  weiter;  die  Geschäfte  seien  offen,
und  auf  dem  auptplat  leienten  Kinder,  Frauen
machten  Ausffüge  bis  zu  den  Stadtgrenzen,  um
nach  Oslovisa,  bodaoln  und  dem  Monte  Sabotino
  ouszuschauen.  Die  Männer  besorgten  die
Geschäfte,  unbekümmert  um  Gxanaten,  Schrapnells
  unb  Infanteriegeschosse.  11  000  Einwohner
  selen  noch  in  der  Stadt;  die  Verpflegung
besorge  Triest.  Sie  sei  jetzt  ausgezeichnet.  Die
Stadt  sei  reiner  als  früher;  Schutt  und  Trümmer
  würden  fortwährend  weggeschafft,  zerschofsene
  Wasserleitungsrohre  und  Elektrizitätslettungen
  seien  wieder  hergestellt,  verlassene  Häuser
und  Zivilbesitz  würden  überwacht.  Die  Post
arbeite,  die  Straßen  würden  fortwährend  ausgebessert.


Murm  was  sr  Mer  F  letzten  n

Ereignisse  berichtete.  Sle  erlärte,  daß  d
indung  Schatzes  durch  den  Baron  v
srung  “  reiner  Zufall  gewesen  war.  Er#
u  on  der  Quelle  des  Moses  mit
ihren  charalteristischen  sieben  Hügeln.  Und  als
er  sich  von  dem  Geheimrat  geirennt  hatte,  war
es  in  der  Tat  seine  Absicht  gewesen,  auf  dem
Rezesten  Wege  nach  der  Küsie  zurückzukehren.
ftc  Ankunrt  in  sener  Oase  erst  waren  lhm
die  E  Merkmale  auf  (gefallen,  die
eine  so  wunderbare  Weise  mit  den  Anben
  in  dem  unverfälschten  Papyrus  überein.
timmten.  Und  es  war  begrelflich,  daß  er  der
Versuchung  nicht  wilderstanden
grabungsversuche  anzustellen.  s
nach  Frau  von  Heydens  Wersicherung  sein  fester
iaicht  ewesen,  als  e  chaffe  ner  Mann
u  handeln  und  Herrn  o  *  Stt  er  auf  der
telle  zu  a  salls  leine  Vermutung
sich  als  zutreffend  erweisen  soll
rau  von  Heyden  war  ibrer  Erklärung
nach  in  keiner  —iuGl  Absicht  nach  Berlin  gekommen,
  als  um  dem  Geheimrat  für  die  Wohl.
taten  zu  danken,  die  er  ihr.  während  ihrer
langen  Krankheit  erwie  en  hatte,  und  sie  sträubte
sich  trotz  ihrer  vollsen  igen  Flundte  keit  ansange
  ganz  entschleden,  noch  weitere  Gescheale
n  ihm  iin  Aber  das  ger
der  Gelehrte  nichn  einen  Weg,  *###
keiten  zu  bufenl  en.  Er
Landhaus  in  der  —  von  Bieb  .  darin  er
früher  zuweilen  ein  paar  Sommermongte  zu-Lebracht
  hatte,  und  das  er  micht  hatte  vertau
mögen,  weil  es  mit  allerlei  Erinnerungen  aus
den.  aiiissen  m  leines  Lebens  verenpft
Diese  Villa  bot  er  Frau  von  Heyden  als

 

 

 

¶  Rehnin  aul  de  aneh  L  it  an.  indem  er  l

     

Mittwoch,  25.  Februar  1916

Die  Balksastgafen.

A##nhier.

Buparest,  Febr.  Das  Bat  „Mol-«
  hent  uen  ##  aw  nahe-*

  se  seine  zuerhche  .  gitation  für  die
iegse  ng  an  nd  fort  und  stellt
heute  ein  sehr  verheihungsvolles  Programm  für
diese  Kriegspolitff  auf:  Wir  wollen  den  Krieg
mit  Ruhland,  damit  wir  unsere  Gebiete  aus
den  russischen  Fäusten  wieder  zurückerobern,  damit
  wir  den  Weg  der  Merschlichkeit  und  der
Zivilisation  zu  rseren  unterdrückten  Brüdern
eröfsnen.  Wir  wollen  den  Krieg,  damit  wir
größer  und  stärker  werden.  Wir  wollen  Bess-Grabien
  vom  Chochu  bis  zum  Meere,  vom  Pruth
bis  zum  Dnestr.  Bessarabien  ist  unser  Seine
Bewohner  sind  unsere  Brüder,  die  wir  von
do  Tussaugern  befreien  wollen.  Wir
groß  werden,  als  Bulgarien  mit

Hilfe  netern  Verbündeten  geworden  ist.  Wir
wollen  das  russische  Cherson  und  das  über  dem
Bugsluß  liegende  Intula.  Wir  wollen  die
Otschagebene,  welche  von  unseren  Moldauer  und
bessarabischen  Brüdern  bevölkert  ist,  und  ebenso
  wie  Deutschland  Königsberg  nölig  hat,  so
müssen  wir  uns  Odessa  verschaffen,  damit  wir
alle  diese  Gebiete  erhalten.  Wir  wollen  je  eher
den  Krieg  mit  Rußland,  damit  wir  ein  mitzählender
  Faktor  nach  dem  Kriege  bleiben.  Wir
wollen  den  Rrieg  *  Aubland  haben!  (3.)

Gtiedenland.

Die  Stimmung  in  Athen.

Der  Sonderberichterstatter  des  „Berl.  Tageblattes“,
  Emil  Ludwig,  sendet  seinem  Blatte
einen  längeren  Bericht  über  Lage  und  Stimmung
  in  Athen,  worin  es  u.  a.  heihl:

Athen  ist  ruhig.  Nach  allen  Gerüchten,  die
Fremden  draußen  die  Reise  gesährlich  erscheinen
ließen,  erstaunt  man  über  die  Sicherheit  und
Stille,  die  auf  griechischem  Boden  hertscht.  In
der  Zaupt  stadt  weisen  die  Fremdenlisten  der
Hotels  sast  nur  Staatsangehörige  der  Entente
auf.  Die  Holels  sind  von  Spionen,  Agenten
und  Schiebern  gefüllt  und  der  englische  Gesanote
mißbraucht  seine  Macht,  das  Land  hungern  zu
lassen,  beinahe  täglich  zu  Erpressungen.  Er  und
eine  Kommission  in  Malta  entscheiden  selbständig,
  was  Griechenland  braucht.  Sie  sehen  das
neutrale  Land  tatsächlich  auf  eine  Wochenration,
bei  deren  Ausbleiben  Teile  des  Hinlerlandes
ohne  Brot  sind.

Mit  männlicher  Resignation  trägt,  wie  sich
Skuludis  in  seiner  letzten  Rede  qusdrückte,  die
gedemüticte  Nation  alle  Anschläge  auf  ihre
Souveränität,  weil  der  Schaden  bei  eln:,  anderen
  nicht  neutrafen  Politik  noch  größer  wäre.
Diesen  Gedanken  muß  man  bei  aller  Sympathie
  für  die  Griechen  beipflichten,  wenn  man
erwägt,  daß  ihr  Anschluß  an  die  Fentolnächte
die  Ernährung  des  von  drei  Seiten  blockierten
Landes  sehr  erschweren  würde.  Trotzdem  wird
ein  solcher  Anschluß  von  der  öffentlichen  Meinung
  nicht  mehr  grundsätzlich  abgelehnt,  wie
das  noch  vor  kurzem  der  Fall  war,  da  man
seit  der  Landung  in  Saloniki  und  der  Kette
von  Gewaltsamkeiten  gegen  die  Eindringlinge
ergrimmt  ist,  die  man  früher  höher  schätzte
als  uns.

Zum  unerschütterlichen  König  stehl  die  ganze
Armee.  Militärische  Gewaltakte  von  außen,
ähnlich  wie  in  Saloniki,  scheinen  gegenwärtig
ausgeschlossen  zu  schein.  Ebensowenig  erwartel
man  den  Versuch  eines  Gewaltstreiches  von
innen.  Viele  Venizelisten  würden  eher  ihren
Führer  verlassen,  als  den  König  angresen.  Dieser
  zeigt  ch  ur  überall  öffentlich,  ebenso  die  Königin
  mit  Von  Genaltsamkeit

ihr  zug  fzßdie  Muhen  der  „Vervaltung“
seines  E17|  einc  jährliche  uheddigung
aussebte,  die  vollkommen  ausreichte,  bescheidener
  Lebenslührung  alle  ihre  gezu
  bestreiten.  Ein  solches  Anerbieten  durste  Frau
bon  Heyden  annehmen,  ohne  ihrem  Slolz  allzu
emplindliche  Zugeständnisse  zu  machen.  Und
da  sie,  vo  Fersode  nd  Weni  4  8  e#eanen
fühlte,  wieder  in  d  bel  d

Großstadtlebens  nen  ralhend  Lesse  e  noch
am  selbigen  Tage  nach  ihrem  neuen  Wohna



Sie  hatte  r—  verzichten  müssen,  auch
Erlka  ihren  Dank  abzustatten;  dem  sie  hatte
von  dem  Geheimrat  erfahren,  dab  selne  Enkelin,
die  jetzt  den  Namen  einer  Freifrau  en  Holmletten
  führte,  sich  schon  neit  etlichen  Wochen
der  —  befinde.  Dle  uer  dleser
Lobnicht  weniger  als  ein  volles  Le
et  unmandurstedaosuiieaar
wohl  glücklich  preisen  um  der  Freuden  und
Genüsse  willen,  die  es  erwarteten.  Denn  sie
machten  ie  112  Hochzeitsfahrt  nicht  wie  gewöhnliche
  Sterbliche  in  verstaubten  und  verqualmten
Elsenbahn·  Coupes  und  in  der  aufgedrungenen
Gesellschaft  Kb  gteichgülutger  obern  kbreert
——  r  Menschen,  soͤ  endern  8  nen
ergerichtete  te“,  deren  Kommando
Ö3  t  t  8  der  wackere  Kepiton
dessen  Steuer  der  ehrliche  Tack

fon

türlich  wurden  an  interessanten  Punkten

auch  kürzere  eber  sn  agere  andausfläge  untermen,
  u  dechele  en  wu  abe  die
Jämenen,  300.  eine  sehr  interessante  Begune
  Überraf  Sie  schtenderten  dur  den
und  begannen  mit  einem

       

 

 

 

Glern  zl  Janalins.  n  vor  Kaar  *