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Eintracht, also anch mehr Wirksamkeit zum allgemeinen
Wohl moͤglich gemacht wuͤrde. Was liegt der Welt daran,
ob es noch Dynasten von Cranichfeld oder Dynasten von
Hurningen gibt, ob noch Grafen von Cappenberg, Bomeneburg,
Nolke, Wasungen u. s. w. eristiren oder nicht: aber
das ist für das Wohl von Teutschland interessant, daß sich
jetzt unter dem Namen des Herzogthums Wirtemberg gleichsam
ein ganzer Klumpen ehmaliger kleiner Dynasten und
Grafen vereinigt hat, und dieser Staatskörper, in welchem
jetzt nur ein Geist lebt, bei weitem schneller und glücklicher
gebildet werden kann, als ehmals, da jedes Stadt und Amt,
das jetzt nur Glied ist, für sich selbstständiger Koͤrper war.
g. 6,
Der bitterste Vorwurf, den man dem Clerus des mittlern
Zeitalters macht, ist gemeiniglich dieser, daß durch ihn
der Forkgang in den Wissenschaften gehindert, Barbarei privilegirt,
und das Volk aus interessirten Absichten muthwillig
in der Unwissenheit erhalten worden. Da ich mich hier
einzig darauf einschränke, zu zeigen, wie viel der Clerus
selbst den Zeiten genützt habe, die wir als unglückliche bedauern,
so gedenke ich dessen gar nicht, daß man alle Abschriften
der alten Auktoren, alle Ueberbleibsel historischer
Nachrichten aus dem mittlern Zeitalter, alle Urkunden, worauf
das Wohl und die Macht mancher unserer jetzigen teutschen
Staaten beruht, einzig dem Fleiße des Clerus zu danken
hat: sondern ich werde einzig zu erweisen suchen, daß,
wenn der Clerus nicht gewesen wäre, ganz Teutschland in
eine siebenfach tiefere, bei weitem unüberwindlichere Finsterniß
gesunken seyn würde. Erstlich ist diese Klage in der
Allgemeinheit, wie man sie gemeinlich vorbringt, völlig hi-