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einzige den Logos über alles Endliche hinweg, daß, sobald
Gott war, nothwendig auch er seyn mußte?
Doch es sey einmal unsern Metaphysikern erlaube, daß
sie ihre Regel, so wie sie dieselbe gegenwärtig bestimmt haben,
auch auf die geoffenbarte Lehre von Gott anwenden.
Noch haben die Clarkianer nicht gewonnen.
Ein Sohn hat, wie Clarke selbst gesteht, im Vater
nicht eigentlich den Grund seiner Eristenz, sondern durch den
Vater hat seine Eristenz blos gewisse Bestimmungen bekommen.
Nicht Eristenz überhaupt hat er vom Vater, sondern
bloß diese Eristenz. Also wäre der Logos eben so
selbstursprünglich, wie der Vater; nur erhielte sein Daseyn
durch den Vater gewisse Bestimmungen, welche uns Gott
nicht faßlicher offenbaren konnte, als unter dem Verhältniß
eines Vaters zum Sohne. ·
Ich koͤnnte sowol den Zweifel, als die Antwort noch
weiter entwickeln, aber weil Herr U. nicht auf diesen Einwurf
gebaut hat, so gehoͤrt die Beantwortung desselben eigentlich
nicht hieher, und wer Beruhigung uͤber denselben
sucht, ist entweder zu gelehrt, oder zu ungelehrt, als daß
ihm nur mit ein paar Linien Antwort gedient waͤre.
Wir haben noch die Frage zu untersuchen übrig: ob
man denn würklich in den Streitigkeiten mit den feinern
Arianern große Vortheile von der Urlspergerischen Hypothese
zu-erwarten habe? Es ist wahr, die meisten haben damit
angefangen, gegei unsere Lehre zu argumentiren: aber im
Grunde waren das immer nur Minen, die sie springen lassen
wollten, um den Satz zu widerlegen, daß in dem einzigen
Gott drei Subjekte seyen. Das ist der eigentliche
Knoten, und so lange dieser festgeknüpft bleibt, so lang ist
keine Hoffnung, daß für unsere Lehre ein Gegner werde ge-