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auf, verschlucken ihn und würgen ihn zu Hause wieder aus dem Honigmagen
hervor. Den Blütenstaub streifen sie mit den Haaren ihres Körpers ab, fegen
ihn mit den Füßen zusammen und legen ihn in Gestalt kleiner Ballen („Höschen“)
in das sogenannte Körbchen, d. i. ein Grübchen an den Schienen der Hinterbeine.
Sobald sich die Biene mit einem von diesen Schätzen beladen hat, kehrt
sie heim. Den Honig trägt sie in eine Zelle. Ist diese gefüllt, so wird sie
mit einem Wachsdeckel verschlossen. Das Höschen
strampelt sie ab, und den Blütenstaub
stampft sie, nachdem sie ihn mit Honig vermischt
hat, in einer Zelle fest. Das giebt das
Bienenbrot, das einen Hauptteil ihrer Nahrung
ausmacht. Hinter dem Honigmagen liegt der
Wachsmagen. Der darin aufgenommenee „
Blütenhonig schwitzt als Wachs zwischen den Bienenzellen.
mittlern Bauchringen aus. Die Biene nimmt es mit ihren Füßen ab, vermischt
es mit Speichel und bereitet daraus die stets senkrecht hängenden Waben. Diese
bestehen aus einer doppelten Zellenschicht, an der man die sechseckigen Arbeiterzellen
(a), die etwas größern Drohnenzellen (d) und die tonnenförmigen Königinzellen
(w) unterscheidet.
4. Wohnung. Die wildlebenden Bienen suchen sich Baumlöcher zu ihren
Wohnungen auf. Beim Bienenzüchter (Imker) aber wohnen die Bienen gewöhnlich
in rundlichen Strohkörben, deren Vorderseite mit einem Flugloche versehen ist.
Mehrfach wendet man jetzt aber auch schon den viel praktischern, nach seinem
Erfinder benannten „Dzierzonstock“ an. Er besteht aus einem viereckigen Kasten
mit Holz= oder Strohwänden. Darin sind viereckige Holzrähmchen so aufgehängt,
daß sie sich beqguem hineinbringen und herausnehmen lassen. In diese bauen die
Bienen ihre Waben hinein. Will der Bienenvater im Herbste die Honigernte
halten, so nimmt er die Rahmen mit den gefüllten Honigwaben heraus. Er hat
so nicht nötig, das ganze Bienenvolk erst mit dem unter dem Bienenkorbe angezündeten
„Schwefellappen“ zu töten.
19. Schlußbetrachtung.
1. Tulpe, Kirschbaum, Apfelbaum u. s. w. sind keine wildwachsenden, sondern
angebaute Pflanzen. Sie haben sich nicht (wie z. B. die Wasserpflanzen
u. a.) nach eigner Wahl im Garten zusammengefunden, sondern sind von
Menschenhand hierher verpflanzt. Die meisten von ihnen würden anch als wildwachsende
Pflanzen gar nicht gedeihen; denn sie bedürfen einer sorgfältigen Pflege.
2. Die Tulpe gehört zu den Zierpflanzen. Nenne noch andre Zierpflanzen!
Sauerkirsche und Apfelbäume dagegen sind Obstbäume. Welche andern Obstbäume
kennst Du? Die Obstbäume sind für den Menschen sehr wertvoll durch ihre wohlschmeckenden
Früchte. Leider giebt es gar mancherlei Insekten, die ihnen Schaden
zufügen. Zu diesen gehört auch der Maikäser. Daß aber die Feinde der Obstbäume
nicht überhand nehmen, dafür sorgen die Singvögel. Besonders ist es der Star, der
ganz gehörig unter den Maikäfern aufräumt. Auch das Bienchen stellt sich gern
bei den Obstbäumen ein. Es will Honig aus den Blüten naschen. Davon hat
aber der Baum keinen Schaden, sondern großen Nutzen, und mit ihm der Mensch.
III. Die Wiese im Frühlinge.
Sobald der Schnee geschmolzen ist, eilt der Landmann hinaus, um seine
Wiese in Stand und Ordnung zu bringen. Da giebt es mancherlei zu thun, wie
Steine abzulesen, Maulwurfs= und Ameisenhügel zu ebnen u. s. w. Wo die Gräben
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