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linge); das macht auf ein Nest an einem Tage 260 Stück. Die Fütterung der
Jungen dauert rundweg 30 Tage, macht 7500 Raupen. Wenn nun jede Raupe
täglich nur eine Blüte abfräße, brächten uns die 7500 Raupen um 7500 X 30
— 225.000 Blüten. Nehmen wir nun an, daß von 10 Blüten immer nur eine
Frucht brächte, so gäbe das doch 25 000 Früchte, seien es Apfel oder Birnen. So
viel ist also ein Starnest wert. Willst du noch ein Nest zerstören?
4. Im Röhrichte. Im Sommer verbringen die Stare den Tag meistens
auf dem Felde. Hoöchst ergötzlich sieht es aus, wenn sie auf dem Rücken der Kühe
und Schafe sitzen, um ihnen die Insekten abzulesen. Des Nachts schlafen sie gewöhnlich
in Wäldern, später im Röhrichte, zu dem sie in großen Scharen hinziehen.
Im Oktober, wenn die Nahrung knapp wird, ziehen sie fort nach Süden.
17. Der Maikäfer.
1. Baumschädling. Ein schlimmer Feind unsrer Bäume ist der Maikäfer.
Im Mai, wenn die Bäume grün werden, stellt er sich ein. Das frische Laub dient
ihm zur Nahrung. Zuweilen fressen die Maikäfer die Bäume so kahl wie Besenreis,
weshalb Gemeindeverwaltungen u. s. w. sie in manchen Gegenden sammeln
und vernichten lassen. Warum kann — — —
ein Baum nicht gedeihen, wenn er — —-seiner
Blätter beraubt ist? (S. 1871) J
Die Kinder ziehen gern hinter den (00“ 4
Maikäfern her, sie zu fangen. Sie v
singen dann auch wohl ein Lied dabeie ..7
Maikäfer flieg, dein Vater ist im Krieegi ——
u. s. w. Schändlich aber ist es, diee. Wo
armen Käfer zu quälen! ·
2. Körperbau. Der Körper des
Maikäfers setzt sich aus 3 Hauptteilen
zusammen: Kopf, Brust und Hinterleib.
Diese 3 Teile hängen nur durch
eine sehr schmale Verbindung aneinander,
so daß der Körper gleichsam
wie eingekerbt erscheint. (Daher der
Name „Kerbtiere“ oder Insekten
Einschnitttiere.) Am Kopfe fallen
uns die beiden fächerartigen Fühler B *
auf. Wozu sie dienen, weiß man nicht2
genau, vielleicht nur zum Fühlen, r 4%
vielleicht aber auch zum Riechen und ? «"««"·
Hören. Die Brust setzt sich aus WVerwandlungsufen des Matkäfers.
3 Ringen zusammen, von denen der mittlere die hornartigen Flügeldecken, der
letzte aber die Flügel trägt. Die Flügeldecken schützen die Flügel. Auf der Unterseite
sitzt an jedem Brustringe ein Beinpaar. Jeder Fuß hat 2 Krallen (zum
Festhalten an den Blättern).
3. Luftröhren, Atemlöcher. Der Maikäfer atmet durch feine Luftröhren.
Diese durchziehen den ganzen Körper, selbst Flügel, Fühler und Füße. Mit der
äußern Luft stehen sie durch Atemlöcher, die sich an beiden Seiten des Körpers
befinden, in Verbindung. An einzelnen Stellen erweitern sich die Luftröhren zu
nadelknopfgroßen Luftsäcken. Will der Maikäfer fliegen, so hebt er die Flügeldecken
etwas in die Höhe und pumpt die Luftsäcke voll Luft; diese erleichtert ihm das
Fliegen. Das Pumpen nennen die Kinder „zählen“.
Realienbuch., B. 12