312 Das Volk.
von Hellas und Frankreich Wohllaut und Grazie zugeführt hat; dann
die Kraftgenies Christian Friedr. Dan. Schubart von Obersontheim,
1739—1791, und Wilh. Ludw. Weckherlin von Bothnang, 1739— 1791;
der Göttinger-Hainbündler Joh. Mart. Miller von Ulm, 1750—1814;
der am Heimweh nach dem Griechenthum untergehende Friedr. Hölderlin
von Lauffen a. N., 1770—1843. In Schillers Wegen gehen: Karl
Phil. Conz von Lorch, 1760—1827, Karl Friedr. Reinhard von Schorndorf,
1761—1837, Rud. Magenau von Markgröningen, 1767—1846,
Christ. Ludw. Neuffer von Stuttgart, 1769—1839; sonst sind nicht ganz
vergessen: Friedr. Haug von Niederstotzingen, 1761 — 1829, Friedr.
Christof Weisser von Stuttgart, 1761—1834, Joh. Friedr. Schlotterbeck
von Altensteig, 1765— 1840, der Dialektdichter Karl Weitzmann von
Munderkingen, 1767—1828, die Romandichter Friedr. Ludw. Bührlen
von Ulm, 1777—1850, Phil. Joh. Rehfues von Tübingen, 1779—1843.
Die Kriegszeit und die politische Bewegung nach dem Krieg brachte
unserem Volk in Ludwig Uhland von Tübingen, 1787—1862, einen
Dichter, der, das Beste der Romantik, die Liebe zur alten deutschen Geschichte
und Literatur, mit der vollen Theilnahme an dem politischen
Leben der Gegenwart in sich vereinend, wie keiner im Jahrhundert so
recht der Vertreter seines Volkes und am meisten seines Stammes geworden
ist. Wenn auch von keiner Uhlandschen „Schule“ zu reden ist,
haben doch alle schwäbischen Dichter seit Uhland, auch die originellsten
und in gewissem Sinn Uhland übertreffenden, Justinus Kerner, 1786
bis 1862, und Eduard Mörike, 1804—1875, beide von Ludwigsburg,
jenen rückhaltlos als Führer und Meister anerkannt. So die Altersgenossen
Karl Mayer von Neckarbischofsheim, 1786—1870, Gustav
Schwab von Stuttgart, 1792—1850; die Jüngeren — um nur die
nicht mehr Lebenden zu nennen — Albert Knapp von Tübingen, 1798
bis 1864, Georg Rapp von Stuttgart, 1798—1868, Paul Pfizer von
Stuttgart, 1801—1867, Wilh. Hauff don Stuttgart, 1802—1827, Karl
Grüneisen von Stuttgart, 1802—1878, Wilh. Waiblinger von Heilbronn,
1802— 1830, Ludw. Bauer von Orendelsall, 1803—1816, Graf
Alexander von Württemberg, 1804— 1844, Albert Zeller von Heilbronn,
1804—1877, Wilh. Zimmermann von Stuttgart, 1807— 1878, Julius
Krais von Beilstein, 1807—1878, Niklas Müller von Langenau, 1809 bis
1875, Ludwig Seeger von Wildbad, 1810 — 1864, Reinhold Köstlin von
Tübingen, 1813—1856, Eduard v. Seckendorf von Stuttgart, 1813— 1875,
Hermann Kurz von Reutlingen, 1813—1873, Georg Herwegh von
Stuttgart, 1817—1876, Wilh. Ganzhorn von Sindelfingen, 1818—1880,
Paul v. Wangenheim von Stuttgart, 1818—1848, Max Schneckenburger
von Thalheim in der Baar, 1819— 1849, Adolf Seubert von Stuttgart,