Metadata : Kriegshetze und Völkermorden. II. Teil (1)

verheimlicht  wurde.)  „So  wußten  sie  in  der  Freimaurerei  nur  soviel,  als  man  ihnen  ohne  Gefahr
zeigen  konnte,  sie  hatten  daher  durchaus  keinen  Grund  besorgt  zu  sein,  denn  in  den  niederen
Graden,  auf  die  sie  beschränkt  blieben,  schimmerte  der  eigentliche  Kern  der  Lehre  nur  unklar  durch
den  Nebel  der  Allegorien.  So  geschah  es,  daß  die  hochmütigen  Volksverächter  die  geheimen  Pläne,
die  gegen  sie  selbst  gerichtet  waren,  in  ihren  Schutz  nahmen  und  blindlings  durch  ihren  Einfluß
förderten.“

Trotz  all  dieser  ernstesten  Warnungen  der  Vergangenheit  war  Br.  König  Wilhelm
  nicht  zu  bewegen,  wenigstens  das  Protektorat  niederzulegen  und  dadurch  den
Logen  den  Schein  erheuchelter  Königstreue  in  profanen  Augen  zu  nehmen.  Sein
Haus  hat  es  heute  zu  büßen  und  mehr  als  das,  sein  Volk.  Der  König  „von  Gottes
Gnaden“  hatte  „Treue,  Gehorsam  und  Verschwiegenheit“  Unwürdigen  eidlich
gelobt.  Dies  Erbe  Friedrich  des  Großen  war  ein  Verhängnis  geworden.  Der  König
schuf  und  erzog  ein  Heer,  auf  dem  des  Deutschen  Volkes  Freiheit  und  Wohlfahrt
beruhte,  und  schützte  in  der  Freimaurerei  zugleich  die  revolutionäre  Macht,  die  dies
Heer  dem  Deutschen  Volke  im  Versailler  Schandpakt  absprach.  Die  Schuld  des
Königs  ist  unermeßlich.

Auch  Bismarck,  durch  kein  Logengelübde  geschändet,  und  nun  auf  das  gründlichste
  über  die  furchtbare  Bölkerpest  unterwiesen,  tat  nichts,  um  sein  Werk  vor  ihr
zu  schützen.  Er  beschränkte  seine  Abwehr  auf  den  Kleinkampf  gegen  die  Freimaurerbefehle
  an  seinen  Monarchen  im  engsten  Kreise.

Bismarck  hatte  mit  den  stärksten  freimaurerischen,  aber  auch  jesuitischen  Gegeneinflüssen
  auf  seinen  Monarchen  zu  kämpfen,  der  nach  Bismarcks  Worten  die
„Pflichten  gegen  die  Brüder  mit  einer  fast  religiösen  Treue“  erfüllte,  und  dadurch
Bismarcks  Absichten,  namentlich  in  der  Personenauswahl  für  hervorragende  Staatsposten,
  ungemein  erschwerte.  Ja,  wenn  dieser  mit  vieler  Mühe  die  Genehmigung
und  Unterschrift  zur  Ernennung  eines  tüchtigen  Beamten  vom  König  erreicht  hatte,
machte  sie  der  König  nachträglich  auf  Grund  freimaurerischer  Einflüsse  oft  wieder
rückgängig  und  wollte  einen  Br.  Freimaurer  in  diese  Stelle  setzen.  Das  schuf  ernste
Reibungen  zwischen  König  und  Kanzler  und  ließ  diesen  auch,  wie  im  Falle  des
Gesandten  Preußens  in  Italien  von  Usedom,  der,  ein  Br.,  mit  italienischen  Brrn.
Freimaurerpolitik  machen  wollte,  den  König  um  seinen  Abschied  bitten.  Erst  dadurch
konnte  der  Kanzler  seinen  Willen  durchsetzen.

Die  Deutschen  Siege  von  1866  und  1870/71  brachten  trotzdem  das  Werk
Bismarcks.  Das  Deutsche  Volk  stand  plötzlich  aus  seiner  politischen  und  völkischen
Ohnmacht  überraschend  als  eine  starke  völkische  und  nationale  Macht  da.  Das  war
den  jüdisch-freimaurerischen  Zielen  ebenso  entgegengesetzt  und  ebenso  schädigend  als
denen  der  Jesuiten.

Die  Jesuiten  hatten  inzwischen  die  Macht  der  römisch-katholischen  Kirche  namentlich
  seit  1848  und  gerade  jetzt  durch  die  kirchliche  Gesetzgebung  des  Jahres  1864
über  die  von  der  römisch-katholischen  Kirche  zu  verdammenden  Irrtümer  und  1870
durch  die  Unfehlbarkeitserklärung  des  Papstes  wieder  schrittweise  gefestigt.  Sie
sahen  in  ihrem  römischen  Cäsarenwahn  ein  starkes  Deutschland  unter  einem  protestantischen
  Herrscherhaus  als  eine  Machtminderung  an,  die  mit  allen  Mitteln  zu
beseitigen  war.  Ihre  Jahrhunderte  währende  Arbeit  schien  bedroht.  Als  der  Sieg

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