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menfloß, aber bald mehr in der Religion als in der Dogmatik,
bald mehr in der Dogmatik als in der Religion sichtbar
war.
In dem ersten Jahrhundert dieser Periode war die Scholastik,
ehe noch das neu entstandene Institut der Universitäten
seine ganze Wirkung auf dieselbe äußerte, in der gläcklichen
ersten Ausbildung, welche für das systematische Nachdenken,
fär die vollständige Entwicklung aller Folgen der
Lehrsitze und für die passende Zusammensetzung der letztern
hoͤchst vortheilhaft war. Die Unterscheidungen der Begriffe
wurden noch nicht so verfeinert, daß die Sprache. ein unverständliches
Chaos willkührlich erfundener Ausdrücke geworden
wäre. Die Neigung, alles aus der Vernunft zu beweisen,
wuchs zwar, wie in jedem philosophisch theologischen
Zeitalter zu geschehen pflegt, mit der Ausbildung der
Scholastik, und schon Abälards Beispiel beweist, daß oft
die ersten Beispiele dieser Art schon zu den kühnsien dieser
Art gehören. Aber noch war doch diese Sitte weit nicht allgemein,
und man verweilte sich viel lieber dabei, daß man
über einer Mannigfaltigkeit neu ausgesonnener Fälle disputirte,
wie sich z. B. die Geschichte des Menschengeschlechts
entwickelt haben würde, wenn bloß Eva und nicht auch Adam
von der verbotenen Frucht gegessen hätten.
Offenbar „hat auch, für die letztere Hälfte des ersten
Jahrhunderts dieser Periode, der ganzen Entwicklung der
Scholastik ein Buch, das eben so zu rechter Zeit kam, wie
Gratians Decret für das Kirchenrecht, ihre vollige Richtung
gegeben, die selbst unter allen nachfolgenden Veränderungen
bis auf Luthers Zeiten hin unverkennbar blieb.
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Peter Lombardus, einer der berühmtesten Lehrer zu Pa-