532 Indolenz
enz, k.; 0: das Indolentsein. — Indol-es
(lat.), f. [8 24, 3, is]: Naturanlage. —
Indomab-#l (lat.), a.: unzähmbar. -ilität, k.;
0: Unzähmbarkeit. — Indoss-ament (it.), n.,
—(e)s; -e: Indossierung (frz. Endossement, s. d. 2c.
u. Giro): Blanko-J. -änt, m., —en, (56);
en: der Indossierende, Girant. -äl, m., #n, —8;
—en; Tatär, m., —e)s; —e: Der, auf den ein
Wechsel indossiert ist, Girat. -ement: Indossament.
. V#ren, tr.: Einen Wechsel i., durch eine
Bemerkung auf der Rückseite desselben (in dorso,
s. d.), ihn auf einen Andern übertragen, girieren.
Jo, n., —8;,—8: Indossament. — In-donze:
s. douze. — Indra (skr.), m., —#; 0: Der Luftgott
J. Nosenkranz PGsch. 64; J. ist der Fürst der guten
Geister, der Götter 2ten Ranges 2c. Höfer Urw. 91, —
mit den Beinamen: Maghawan u. Purandara. 98.
„gopen, pl.: J. (wörtl.: Indra-Hirten), rothe Insekten,
Coccinellen. 97. — Indschil (türk.): J.-Bücher; die
türkischen Evangelien. Gerhard W. 2, 240; 29. —
Indubitläb-el (lat.), a.: unzweifelhaft. -ilität,
k.; O: Unzweifelhaftigkeit. — Induci-öä (lat.),
pl. [8 24, 1]; Sen, pl.: Waffenstillstand; Stundung
für Schuldner. — Ind- neieren, tr.: 1) in
Etwas hinein führen, leiten, bringen 2c., auch:
darin hervorrusen, entstehn lassen 2c., bes.: Ein
galvanischer Strom induciert in einem benachbarten geschlossenen
Lelter einen Strom v. entgegengesetzter Richtung
im Moment seines Entstehens, einen gleich gerichteten
im Moment seines Aushörens. IMũüller Ph. 2,
426 1c. — 2) Einen zu Etwas verleiten, verführen,
ihn hintergehn, bereden 2c. — 3) durch Induktion
(s. d. 3) herleiten, schließend folgern. = uhtibel,
a.: leicht zu verleiten, zu verführen. — uktibilität,
f.; 0: Verführbarkeit. uktion, f.; -en: 1)
Ein-, Hineinführung 2c.: Der Glanbe an die J. der
schon früher existierenden Seele in den Körper; das J—s,
System. — 2) (s. inducieren 1) die Erregung
(Indneierung) eines momentanen galvanischen
Nebenstroms (s. #mauer Ph. 2, 425 ff.): J. durch
elestrische Ströme; durch Magnete; durch Reibungselektricität
2c.; Bestimmung der magnetischen Inklination
durch Erd-J. IMüller Ph. 2, 488 „2c.; J— -Apparat,
„Maschine, „Rolle (Schellen 136), Spirale
2c., = Inklinatoriumtc.;-Erschetnungen,
Funken, = Strom 2c. — 3) Schluffolgrung v.
dem Besondern auf das Allgemeine (vgl. Eragoge):
J-s-Schlüsse 2c.; auch in lat. Formi indüctio,
z. B.: Etwas per inductiönem (od. vurch J.)
bewelsen ꝛc. -uhliv , a.: 1) anreizend, verleitend.
— 2) auf Induktion (s. d. 3) beruhnd: Die i-en
(od. Erfahrungs-, nam.: Natur-) Wissenschaften; Die
i-e (auch: induftörlsche) Merhode; Das i#e Verfahren,
aus verglichnen Erfahrungen allgemeine Resultate, Gedanken
zu abstrahleren. Ruge Buckle 135 (s. deduktiv),
17; ag. b. Ausld. 35, 583b 2c. ühfor, m., —;
ören: J., Funken= J., Induktionsapparat, der so
konstruiert ist, daß er recht lange Funken giebt.
Imüller Ph. 2, 116; Jenachdem ein J. aus dünnem
od. dickem Draht gebildet ist, nennt man ihn einen
Induslriell
Intensitäts- od. einen Quantitäts-- J. 475,
s. Pachpytrop. — uhtörisch, a.: s. induktiv 2. —
Indül-gens (lat.), a. [8 24, 3, gntis); -gent,
a.: Rachsichtig, schonend 2c. -gentia, k. 1|8 24, 11:
Nachgiebigk., Nachsicht, Milde, Gnade 2c.; Erlaß
der Strafe 2c.; Ablaß: I. plenäria (s. d.);
Dres indulgéntiæ, Ablaß= (od. Antlaß-) Tag,
d. h. namentl.: grüner Donnerstag. —geéntien,
pl.: Ablaßbrief 2c. Meißner N. 2, 168 2c. -genz,
f.; -en: indulgentia, z. B.: Da darf der Wille
kelne J., sondern muß durch den nachdrücklichsten
Widerstand seine Selbständigkeit (Autonomie) beweisen
2c. Sch. 1122a; J-en — Indulgentien. Gutkow 3.
4, 323; Thäümmet 2, 229 2c. -genzieren, tr.:
mit Ablaß begaben: Ein indulgenziertes Sterbekrenz.
IHahn Per. 1, 171 1e. -ren, intr. (haben):
Einem i., ihm willfahren, nachgeben, nachsichtig,
schonend gegen ihn sein: Dem Genius (s. d.) i. w.
HB. 1, 16 „c. -t, m., (e)8; —e: Indulgenz,
Nachsicht, Frist, Stundung 2c.; kirchlicher Dispens
(Was gab er lder Papstl ibnen nicht? Bald Ablaß,
bald J. Hagedorn 2, 257); Ablaß 2c.; dann auch st.
Dult (s. d.). - l (span.), m., —6: —# : Indult;
Zoll von amerikanischen Waaren in Svanien. —
Indumcnt-um (lat.), n., —: -a [§ 24, 2, u.]:
Anzug, Gewand: Induménta episcopälia, Bischofsgewänder.
Weiss Kost. 2, 691. — Indur-habel
(ulat.), a.: undurabel (s. d.). Jabililät, f.; 0:
Undauerhaftigk. -atio, f. [8 24, 3, önis)]: Verhärtung,
z. B.: I. höpatis, der Leber: cördis, des
Herzens; lenis, der Milz 2c.; auch Verstecktheit,
Unbußfertigfeit. -atiön, f.; -#e#n: Induratio.
esckut, a.zerhartend. -eseĩeren, intr. (sein): erharten.
— Indüf-it, m., -en, —#; en: versteinertes
Gehäuse einer Phrygaueenlarve#: Als Indüsia
tubuläta wurden diese Röhren zuerst bekannt u. danach
die Kalksteine, welche ganze Schichten v. ibnen enthalten,
mit dem Namen J-en-Kalk belegt. Burmeister Gsch.
517. Sium, n., —; -zien [8 24, 2, n.): das röm.
Endyma (s. d.), vgl.: Die untere dem Körper zunächst
liegende Tunika hief . subücula, die darüber liegende
intüsium od. auch süpparus. Guhl 2, 228; Phryganeengehäuse
(s. o. Indusitenkalk); bei den Farnkräutern
das die Haufen der Samenschalen bedeckende
Häutchen (Schleier). Oken 2, 86; 3, 314.
— Indufslr-ia (lat.), f. [8 24, 1): Fleiß rc.:
De i., mit Fleiß, geflissentl., absichtl. -ial (engl.
indöstriell), a.: gewerblich 22c.: Die s. d. I.-Pärtnership
[schlrpl] od. die aktkonäre Genossenschaft zw. Kavitalisten
u. Arbeltern. Mag. d. Austd. 36, 358b r2c. -ialismus,
m., uv.; 0: das Herrschen der Industrie. -it, .
—eyn: Gewerb-, Kunstfleiß, Gewerbthitigkeit,
Gewerbsbetrieb 2c.: Anstalten der Groß. J. Grenzb.
26, 1, 336; 26, 1, 209 2c.; J.= (od. Gewerbe.)
Ansstellung; - Börse (s. d.); Erzeugnis;
Komptoir (s. d., vgl. .Börsc);-Museumi
Produkt; „Schule; . Söstem (s. d.) 2c.;
ferner: J.-Ritter sod. frz.: chevalier (s. d.) d'i.),
betrügerischer Glücksritter, dazu: Das wissenschaftl.
Gebiet pflegt sich dem J.-Ritterthum nicht sonderlich
günstig zu erwelsen. Ual3. 2 1, 51 2c. icll, a.: ge-