Full text : Deutsches Kolonialblatt. XX. Jahrgang, 1909. (20)

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Nachweisung  der  dei  den  Jollämtern  des  Schutzgebiets  Togo  im  Oonat  Uovember  1908  fällig
gewordenen  Jollbeträge.

(Vgl.  „Deutsches  Kol.  Bl.“  1909,  Nr.  2,  S.  61.)

 

—  —  —  —  —  ——

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtbetrag  der  fällig  gewordenen  Zölle  im  obigen  G
ä  Monat  des  Rechnungsjahres  egen  den  gleichen
Namen  der  Zollämter  chnungsjah  #  Zeitraum  des
bei  welchen  die  Zölle  1908  1907  Vorjahres
fällig  geworden  sind  Einfuhr  Ausfuhr  ZusammenEinfuhr  Ausfuhr  Zusammen  mehr  weniger
M  -  Jl-  J-  Il  I  M.  ¼.
Lome  Zollamt  541,20  225,75  1  92  769,9583  041,35  244,00  83  285,359  11,60  –
Anecho  .  -  —  —  —  24  721,70  55,50  24  777,20  –  21777.20
Agbanake  133,95  7,  75  141.70  164,80  3,00  167,80  —  26,10
Tokpli.  149,15  0,50  149,951  138,70  3.75  143,45  —
Noepe  -  1376,70  706.00  2  082,  7  7550  398,25  1  973.,75  108,95  —
Ho  Zollhebestelle  419.10  564.25  983,35  887,.25  693,00  1  580,25  —  596,90
Kpandu  -  274,15  142,.75  416,90  325,70  130,00  455.70  —  38.80
Kete-Kratschi  -  254,65  7.00  261.65  232,00  4.75  236,.75  24,90  –
Tetetu.  -  28,00.  —  28,00  71,30  —  71.30  —  13.30
Agome-Palime  150,35.  —  150,35  —.  —  —  150,35i  —-Im
  ganzen.30  55  154045  11552  112  6055  0  242
·  —«15707,00
Deutsch-Südwestafrika.  Deutschland  zu  beziehen.  Dadurch,  daß  die

Hörderung  der  Wollschafzucht.

Nachdem  das  Protokoll  der  am  16.  Juli  vor.  Is.
im  Reichs-Kolonialamt  stattgehabten  Beratung
über  die  Förderung  der  Wollschafzucht  in
Deutsch-Südwestafrika  dem  Kaiserlichen  Gouvernement
  in  Windhuk  vorgelegen  hat,  können
nunmehr  die  wichtigsten  Ergebnisse  jener  Konferenz
mitgeteilt  werden.

Auf  die  Frage,  welche  Rassen  für  den  Import
nach  Südwestafrika  zu  empfehlen  seien,  einigte
sich  die  Versammlung  zur  Annahme  nachstehender
Resolutionen:

1.  Nur  Merinorassen  kommen  für  Südwestafrika
  in  Frage.

2.  Tiere  von  mittlerer  Größe  mit  geschlossenem
Bließ  sind  entschieden  zu  bevorzugen,  gleichviel
ob  sie  Tuch--  oder  Kammwolle  liefern.

3.  Das  sogenannte  Crossbred  ist  von  der
Wollschafzucht  auszuschließen.

4.  Bei  Behandlung  der  einschlägigen  Fragen
ist  das  wirtschaftliche  Interesse  der  Kolonie  zunächst
  ohne  Rücksicht  auf  die  heimische  Industrie
in  den  Vordergrund  zu  stellen.

Ferner  einigte  man  sich  dahin,  daß  das  Zuchtvieh
  soweit  als  möglich  aus  Deutschland  eingeführt
  werden  soll,  im  übrigen  aber  grundsätzliche
  Bedenken  gegen  die  Einfuhr  aus  der  Kapkolonie
  und  aus  Australien  nicht  zu  erheben  seien,
wenn  auch  Australien  als  Bezugsland  nur  unter
besonderen  Vorfichtsmaßregeln  in  Betracht  kommen
dürfe.  Böcke  seien,  wenn  möglich,  nur  aus

 

Mutterschafe  vorläufig  aus  anderen  Gebieten  bezogen
  werden  müssen,  ergibt  sich  schon  von  selbst
eine  Verteilung  auf  verschiedene  Gebiete.

Bezüglich  der  Vorbereitung  der  aus  Deutschland
  zu  Überführenden  Tiere  für  die  Reise  ist
folgendes  zu  beachten:

1.  Nur  kurz  vor  der  Reise  belegte  Tiere  sind
zu  transportieren.  Transport  im  vorgeschrittenen
Stadium  der  Mutterschaft  ist  zu  vermeiden.

2.  Während  der  Überfahrt  sind  die  Tiere
möglichst  trocken  zu  halten,  weil  sie  sonst  nabelkrank
  werden.

3.  Wenn  die  Käufer  damit  einverstanden  sind,
soll  man  die  Tiere  vorher  scheren,  da  sie  dann
den  Transport  durch  die  heiße  Zone  besser  vertragen.


Bei  der
zuchten  ist

1.  von  Zeit  zu  Zeit  eine  Auffrischung  des
Blutes  durch  neue  Importe  von  Deutschland  aus
zu  bewirken,  um  einer  durch  das  Klima  bedingten
Entartung  vorzubeugen.

2.  Im  Interesse  der  Gleichmäßigkeit  der  Zucht
ist  es  wünschenswert,  in  der  Kolonie  Tierzuchtinspektoren
  anzustellen,  die  als  Autoritäten  für
die  Farmer  zu  gelten  hätten  und  möglichsten
Einfluß  auf  diese  gewinnen  müßten.  Hierbei  ist
nicht  an  die  sogenannten  Schäfereidirektoren  nach
heimischem  Vorbilde  gedacht,  weil  den  Tierzuchtinspektoren
  auch  die  Aufsicht  über  die  Rindviehzucht
  zufallen  müßte.

Unterhaltung  von  Stamm-