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treiben befonder8: Leipzig, Magdeburg, Köln, Wien, Berlin,
Elberfeld, Franffurta. M., Straßburg, Frankfurt ad. DO,
Breslau, Prag, Augsburg ır.
6. Ein folches Land, mit jo vielen reichen Gaben, Cigenjchaften
und Kräften audgeftattet, ift won der Natur unverkennbar bejtimmt, ein
großes und ftarfe8 Volk zu ernähren. Auch ift das Land nicht ums
Jonit beftimmter Grenzen beraubt gegen Morgen, wie gegen Abend und
jelbft gegen Mitternacht. Die Bewohner diejed herrlichen Landes
fonnen fi gegen den Neid, Die Habfucht und den Ubermuth benacdhbarter
Völker auf nicht8 beifer werlaffen, al8 auf ihre eigene Kraft.
58 giebt für fie feine Sicherheit, al8 in threm feften Zujfammen-Halten,
in ihrer Ginigfeit, im ihrer fittlihen Macht. Und mehr
al8 einmal haben Die Bewohner Deutjchlands die Wahrheit des alten
Spruches erfahren: „Eintracht giebt Macht! Darum Haben fi
auch die beutichen Staaten — ausgenommen DOfterreih und Liechtenftein
— zu einem Bunde vereinigt, der den Namen ‚„Deutjches Reich”
führt. An der Spike Des Reiches fteht der König won Preußen al?
„Deutfcher Kaifer”.
7. Wie der Staat, in welchem wir wohnen, unjer Vaterland
ım engeren Sinne, jo ift Deutfchland im weiteren Sinne unfer
Baterland. Die Bewohner diejed unfere8 großen Waterlandeg —
wenn auch nach den werjchiedenen Stämmen und Staaten getrennt
und verjehteden — fing doch Durh Sitten, Gebräude, Gefeke
und einerlet Sprache, Die deutiche Sprache, mit einander verbunden
und bilden in dDiefer Verbindung ein Volk oder mit einem fremden
Worte eine Netion. Zum deutfchen Volke gehören aber nicht bloß
die Bewohner Deutjchlands, fondern man rechnet Dazu alle, welche
die neutiche Sprache reben und deutfche Sitte pflegen, mögen fie
in der Schweiz, in Ungarn 20, oder gar in Amerika wohnen.
Ans Vaterland, and theure ung: bih an,
Das FAN fejt mit deinem ganzen Herzen!
Hier find bie Na Wurzeln deiner Kraft;
Dort in der fremden Welt ftehft du allein,
Ein jhmwades Rohr, das jeder Sturm zerfnidt.
(Sätller.)
2. Das deutfche BoIE.
Ga Hinfiht der örperlichen Befchaffenheit weichen die Deuthen
nad) den einzelnen Landftrichen fintf von einander ab. Nauhere
ober mildere Luft, Nahrung, Nebensmeife, felbft Bildung und Sleivung
tragen zu Diejer Abweichung bei. m Allgemeinen bemerkt man ar
ben Männern einen Hohen, fchlanfen Wuchs. Das Gefiht ift owal, Die
Hautfarbe weiß, und Haare und Augen heller im Norben, al8 im Süben.
In Norbdeutjchland findet man meift blaue und Hellgraue, in Süpbeutfch-Tand
vorherrfchend bunfelgraue und Dunfelbraune Augen. Das weibliche
Haefters' Gefebuh für Dberkl. ewang. Bells. 12