III. Abschn.: Testament. 5. Tit.: Auflage. 1347
Erfordernis d. Bestimmtheit §. 2193.
Der Erblasser kann bei der Anordnung einer Auflage,
deren Zweck er bestimmt hat#, die Bestimmung der Person, an
welche die Leistung erfolgen soll, dem Beschwerten oder einem
Dritten überlassen.
Steht die Bestimmung dem Beschwerten zu, so kann ihm,
wenn er zur Vollziehung der Auflage rechtskräftig verurtheilt
ist, von dem Kläger" eine angemessene Frist zur Vollziehung
bestimmt werden"; nach dem Ablaufe der Frist ist der Kläger
berechtigt, die Bestimmung zu treffen 5, wenn nicht die Vollziehung
rechtzeitig erfolgt.
Steht die Bestimmung einem Dritten zu, so erfolgt sie
durch Erklärung gegenüber dem Beschwerten." Kann der Dritte
die Bestimmung nicht treffen?, so geht das Bestimmungsrecht auf
den Beschwerten über.3 Die Vorschrift des §. 2151 Abf. 3
Satz 2 findet entsprechende Anwendung; zu den Betheiligten im
Sinne dieser Vorschrift gehören der Beschwerte und diejenigen,
welche die Vollziehung der Auflage zu verlangen berechtigt sind.“
II a 2068, IID. 2169, 1II 2167. Prot. V, 30 ff. — 88 2065, 2156, 2191;
526; 3 PO. 8 255. F#. 8 80.
1. Es genügt einerseits — in den Grenzen des 82171 (ogl.
§ 2192) — jeder Zweck, anderseits ist dieser schon dann hinreichend
bestimmt, wenn er sich aus der Bezeichnung der Person der Vermächtnisempfänger
ergibt, z. B. Auflage „au die Armen“, „an würdige Studenten“,
„an meine Dienstboten“, „Verwendung für kath.--kirchl. Zwecke"
(E. Rspr. 18 319) u. dergl. (vgl. Z. RSt. 43221). Erhellt der Zweck
der Auflage aus ihrer Anordnung nicht, so ist die Auflage nur zulässig,
wenn die Person, an welche geleistet werden soll, so bestimmt bezeichnet
ist, daß, würde es sich um ein Vermächtnis handeln, dieses gültig wäre.
2. Abweichung von 8§8 206572. 3. A.“ vor 82192.
4. Vgl. §§ 186, 2048.
5. Durch Erklärung gegenüber dem Beschwerten.
6. Unwiderruflichkeit der Erklärung §8 130 bis 132.
7. Vgl. § 319. 8. Anwendung des Abs. 2, wenn der Beschwerte
keine Bestimmung trifft.
9. Die im 82194 bezeichneten und der TV. (88 22082, 2223),
nicht auch die Begünstigten.
Auspruch auf Vollziehung 8§. 2194.
Die Vollziehung einer Auflage können der Erbe, der Miterbe
und derjenige verlangen, welchem der Wegfall des mit
der Auflage zunächst Beschwerten unmittelbar zu Statten kommen
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