nehmigung eingeholt haben. Bei der großen Armee nämlich
entwirft man stets neue Pläne und kommt nie zur Zusführung,
und nach zwei Siegen treibt sich der Kronprinz von
Schweden zwischen der Uuthe und der Elbe herum.
Wir also wollen die Szene eröffnen und die Hauptrolle
übernehmen, da die anderen es nicht wollen.
Da, wo die Schwarze Elster in die Elbe sich ergießt, macht
die Elbe einen einspringenden Winkel. Dort denken wir ein
verschanztes Lager anzulegen. Weiter oberhalb denken wir
über den Fluß zu gehen und von preußischen Streitkräften
an uns zu ziehen, was wir können ...Graf Vauentzien ist
mit uns einverstanden und wird gemeinschaftlich mit uns
wirken. Ich hoffe, Bülow wird dieses selbst, aus wohlverstandenem
persönlichen Interesse, gleichfalls tun, ohne sich
viel um den ihn lähmenden Kronprinzen zu kümmern.
Bülow von Dennewitz an Blücher über Bernadotte.
Am 1. Oktober 1815.
Sehr erfreut über die Annäherung Ew. Exzellenz, hoffe
ich nun, daß es uns gelingen wird, den Kronprinzen von
Schweden zu mehr Uätigkeit zu bewegen. Sind es politische
Eründe oder andere, kurz, des Kronprinzen System ist Michtstun,
und nur auf eine gewaltsame Weise konnte man das
herbeiführen, was geschehen. So bin ich am 5. September
von Marzahne ohne seine Befehle abmarschiert und habe
am 6. ohne seinen Befehl bei Dennewitz geschlagen; derselbe
Lall war bei Großbeeren. Der Kronprinz, der sich gern
sicher stellt, wird nun suchen, unter dem Schutze von Ew.
Exzellenz Krmee die Elbe zu passieren, die wir schon längst
hätten passieren sollen, um so bei allen Eelegenheiten durch
Sie gedeckt zu operieren. Indessen hoffe ich zu Gott, daß sich
eine Gelegenheit finden wird, ihn mit fortzuziehen, und kann
es nicht anders geschehen, so werde ich mich nicht durch die
Furchtsamkeit und die egoistische Dolitik eines Fremdlings ab.
halten lassen, mit meinem Korps für das allgemeine Beste
mitzuwirken; Ew. Exzellenz können auf mich und meine
sehr braven Truppen rechnen.
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