Lambrechts
Alexanderlied.
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allero biderbeston in Jsrael. Ir äller iegelih
häbet sin suert in hänton, cünnon älla ınahtigen
vehtan, unte ir nechein neläzzet sin suert vone sSinemo
diehe dürch die nähtvörhta.
Siehe, das Bett des Königs Salomon, das umstehen
Nachts sechzig tapfere Ritter der allertapfersten
in Israel. Ihrer aller jeglicher hat sein Schwert
in Händen, (sie) können alle mächtig fechten, und
ihrer keiner lässt sein Schwert von.seinem Schenkel
wegen der nächtlichen Furcht.
Wir finden in diesem Denkmal noch die vollen
Endungen des Althochdeutschen erhalten und die
Akzentbezeichnungen weisen auf die Nachwirkung
von Notkers Brauch (s. $ 10, S. 69f.). Aber etwa
siebzig Jahre später, um 1130, hat die Sprache
schon ein durchaus anderes Aussehen gewonnen,
wie ein paar Verse aus Lambrechts Alexanderlied beweisen
werden. Sie lauten:
Philippus nam im! ein wip,?
si trüc? einen frumeclichen lip.*
Jch sage iu,5 wi ir name was: ®
si hiz diu scöne ‘ Olimpias.
daz was® Alexanders müter.’
diu frowe® hete? einen brüder,?
der was® ouh Alexander genannt,
ze Perse heter? daz lant.
der was® ein vurste!" alsö getän,
.er ne wolte neheinem !! kunige wesen !? undertän.
ı sich ? Weib 3 mitteldeutsche Form für mittelhochdeutsch
truoc .‚trug‘‘; ebenso müter — muoter, brüder = bruoder trefflichen
Leib 5° euch ® war ?schöne ® Frau ? hatte, hatte er
10 Fürst !1 keinem 1? sein.