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zuteil werden und suchen es dahin zu bringen, daß sie
in eine höhere Schicht gelangen. Das ist an sich durchaus
gesund. Wenn es’ so wäre wie in Amerika, wo auch
die untauglichen Elemente aus den höheren Schichten
leichter wieder hinabgestoßen werden, als bei uns, wo
sie vielfach etwas als Ballast mitgeschleppt werden, so
wäre es noch besser. Denn das Auf= und Abfluten ist
natürlicher. Aber auch in Amerika ist doch im allgemeinen
das afstengen von Schichten und Geschlechtern
die Regel, das Hinabsinken die Ausnahme. Denn tüchtige
Völker befinden sich in stetem Aufstieg. In Amerika
werden die niedrigen Arbeiten im allgemeinen auch
nicht von Eingeborenen, sondern von den neu eingewanderten
Slawen oder Italienern verrichtet.
Was zu tun ist, um die oberen Schichten von der zu
starken Konkurrenz zu entlasten, das können wir hier
nur andeuten, weil es uns zu weit führen würde. Die
Entlastung ist heute bereits teilweise dadurch erfolgt,
daß diese ins Ausland gehen und sich hier ein Unterkommen
schaffen. Unter den etwa 25 000 jährlichen Auswanderern
dürften sehr viele den oberen Schichten angehören.
Den deutschen Kaufmann, zum Teil auch den
Ingenieur finden wir heute überall auf der Welt. Nur
das ist ungünstig, daß er heute sehr leicht seine Nationalität
verliert. Wenn es uns gelänge, ein ausgedehntes
Kolonialreich zu schaffen, wo der gebildete strebsame
junge Mann ein Tätigkeitsfeld fände, sei es auch nur
auf eine längere Reihe von Jahren, wie das in England
der Fall ist, so wäre das nach den verschiedensten
Beziehungen ein großer Vorteil. Sonst müßte man
sehen, daß wir das Nationalgefühl unserer Auswanderer
mehr wecken und entwickeln, damit sie unserer
Rasse weniger leicht verloren gehen.
Vorläufig wird der Krieg in den oberen Klassen soviel
Lücken gerissen haben, daß eine Überfüllung nur
noch an wenigen Stellen vorhanden sein dürfte.
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