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Beitrag für die Dauer und die Stärkung der Rasse zu
leisten. Wir haben jetzt Söhne und Väter dem Vater-
lande geopfert, kostbares Blut für die Sicherung und
den Bestand unseres Volkes gegen äußere Feinde. Und
wir sollten nicht mit viel größerem EKifer uns Mühe
geben, die Kriegsverluste an Menschenleben wiederein-
zubringen und für die Größe und Macht unseres Volkes
durch die so viel erfreulichere Aufzucht einer zahl-
reicheren Nachkommenschaft bedacht zu sein! Unser Volk
muß die Aufgabe in allen seinen Gliedern nur richtig er-
fassen. Dann ist es in seiner Tüchtigkeit und Opferwillig=
keit auch zu allem fähig. Dessen können wir sicher sein.
Daß die Anwendung materieller Mittel allein den
Kinderreichtum nicht fördert, das hat zur Genüge die
Gesetzgebung im alten Rom erwiesen, wo man sehr aus-
giebige Staatsmittel in Bewegung setzte. Der Miß-
erfolg war völlig. Die sittliche Beeinflussung ist außer-
ordentlich viel wertvoller. Wir sind aber der Ansicht,
daß unser Volk gezeigt hat, daß es auch einen Chim-
borasso ersteigen kann, wenn es nur richtig geleitet wird.
Wir brauchen ihm daher die Aufgabe, unsere Rasse zu
stärken und zu vermehren, nur mit dem nötigen Nach-
druck als eins der allerwichtigsten Ziele ins Gewissen
zu schieben und wir sind gewiß, der Ruf wird bis in die
kleinste Hütte hinein nicht ungehört verhallen. Der
kategorische Imperativ ist in unserem Volke noch mäch-
tig lebendig. -
Wie groß hat Friedrich Nietzsche über den Wert der
Nachkommenschaft gedacht, wiewohl er selbst damit nicht
begnadet war! Sein Ausspruch: Wenn der Mensch keine
Söhne hat, so hat er kein volles Recht, über die Be-
dürfnisse eines einzelnen Staatswesens mitzureden —
befürwortet geradezu die Wahlrechtsentziehung.
Hebung der Lage der Unehelichen.
Miit etlichen besonderen Hemmnissen müssen wir uns
noch befassen, die auf die Volksvermehrung schädlich ein-