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Nr. 68.
Herr de Fleuriau, französischer Geschäftsträger in London,
an Herrn Bienvenu-Martin, stellvertretenden Minister des
Aeussern.
London, den 27. Juli 1914.
Gestern soll im Verlaufe einer Unterredung zwischen Herrn
Sasonow, Herrn Paleologue und Sir G. Buchanan der russische
Minister gesagt haben, dass Serbien geneigt sei, sich an die
Mächte zu wenden, und dass seine Regierung in diesem Falle
einwilligen würde, sich abseits zu halten.
Sir Ed. Grey benutzte diese Worte als Grundlage zu einem
bei den Regierungen von Paris, Berlin und Rom zu stellenden
Vorschlag, von dem Sir Francis Bertie Eurer Exzellenz Mitteilung
machen wird. Die vier Mächte würden in den Konflikt eingreifen,
und die französischen, deutschen und italienischen Botschafter
in London würden beauftragt, mit Sir Ed. Grey ein Mittel
zu suchen, um die gegenwärtigen Schwierigkeiten zu lösen.
Es wäre selbstverständlich, dass sich Russland, Oesterreich
und Serbien während der Verhandlungen dieser kleinen Konferenz
aller aktiven militärischen Vorkehrungen enthalten müssien.
Sir A. Nicolson hat dem deutschen Botschafter von diesem
Vorschlage gesprochen, und dieser hat sich ihm geneigt gezeigt.
de Fleuriau.
Nr. 69.
Herr de Fleuriau, französischer Geschäftsträger in London,
an Herrn Bienvenu-Martin, stellvertretenden Minister des
Aeussern.
London, den 27. Juli 1914.
Der serbische Gesandte hat von seiner Regierung keine Instruktionen
erhalten, England um Vermittlung anzugehen; es
ist übrigens möglich, dass die \Telegramme seiner Regierung
unterwegs angehalten worden sind.
Der in meinem vorhergehenden Telegramm gemeldete Vorschlag
Englands betreffend Intervention zu vieren ist übrigens
erfolgt und scheint mir in erster Linie unterstützt werden zu
sollen.
de Fleuriau.