Full text : Erinnerungen des Kronprinzen Wilhelm.

den  vom  späten  Herbst  gezeichneten  wellen,  entfärbten
Blumenbeeten.  Kein  Mensch  sonst  und  kein  Laut.  Nur
rings  weit  in  der  Runde  der  ansteigende  Kessel  des
Bergwaldes  in  seiner  späten  nebelüberhangenen  Pracht
aus  fahlem  letzten  Grün,  aus  Rostbraun,  Gelb  und
Rok  in  allen  Stufen.

Nicht  anders,  als  ob  er  in  erregkem  Auf=  und  Riedergehen
  mit  ihnen  eingehalken  hätle,  skand  er  da.  Und
leidenschaftlich  aufgerührk,  mit  heflig  malenden  Bewegungen
  der  Rechken  redele  er  auf  die  Rächsten  ein:
auf  General  Gröner,  Exzellenz  von  Hintze  —  dazwischen
streifte  sein  Blick  den  Generalfeldmarschall,  der  schweigend
  in  die  Ferne  nickke,  den  greisen  Generaloberst  von
Plessen.  In  kleinem  Abstand  von  der  Gruppe  standen
General  von  Marschall,  Legationsrak  von  Grünau  und
Major  von  Hirschfeld.

Gebeugt,  bedrückk,  gleichsam  wie  ausweglos  umstellt
wirkten  die  meisten  von  den  Herren  nach  Ausdruck  und
nach  Halkung,  schienen,  während  allein  der  Kaiser  redeke,
wie  erstarrk  zu  einem  dumpfen  Schweigen.

Jetzt  bemerkke  mein  Vater  mich,  winkke  mich  heran
und  krak  mir  ein  paar  Schrikte  enkgegen.

Und  nun,  da  ich  ihm  gegenüberstand,  konnte  ich  erst
erkennen,  wie  verstörk  seine  Züge  waren,  wie  es  in  dem
hager  und  gelb  gewordenen  Gesichke  zuckke  und  flaktkerke.

Kaum  Zeit  ließ  er  mir,  den  Generalfeldmarschall  und
die  Herren  der  Umgebung  zu  begrüßen,  da  wendeke  er
sich  schon  an  mich,  und  während  die  anderen  sich  ein
wenig  zurückzogen  und  General  Gröner  nach  dem  Hause
zu  abging,  überstürzken,  übersprudelten  mich  schon  seine
Worte.

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