Das gleiche äußerten S. M. zu dem Generaloberst
von Plessen und dem General Freiherrn Marschall.
Als um 8.30 abends zu Tisch gegangen wurde, schien
der Gedanke an Abreise endgültig aufgegeben.
Nach der Abendkafel, gegen 10 Uhr abends, erschien
im Auftrage von Exzellenz von Hintze Freiherr von
Grünau und meldeke S. M., sowohl der Feldmarschall
von Hindenburg wie Staakssekrekär von Hintze seien zur
Überzeugung gebommen, daß S. M. ohne Verzug nach
Holland abreisen müßken. Die Lage sei unhalkbar geworden,
da die Aufstandsbewegung von Aachen und
Eupen nach Spa überzugreifen drohe und aufständische
Truppen bereits im Anmarsch auf Spa seien. Der
Weg zur Fronk aber sei durch menkernde Ekappenkruppen
verlegt.
G. M. gaben diesem erneuten kakegorischen Drängen
der verantworklichen obersten milikärischen und zuständigen
politischen Rakgeber nach und befahlen die Abfahrk
nach der holländischen Grenze für den 10. November,
5 Uhr vormiklags.“ — —
Durch die Feststellung all dieser Taksachen scheinf mir
erwiesen, daß Seine Majestät nicht aus sich heraus den
Entschluß gesaßk hak, nach Holland zu gehen. Im Gegenkeil,
er hal sich bis zuletzt gegen diesen Gedanken gewehrt.
Aber alle beralenden Stellen und obenan die O. H. L.
haben alle Mittel angewandk, um dem Kaiser diesen
Enkschluß abzuringen. Auch die maßgebenden Herren
seiner Umgebung scheinen im Laufe des Nachmittags
umgefallen zu sein und sich bei Seiner Majestät für die
schnelle Abreise eingesetzt zu haben.
Nur so ist es zu erklären, daß wir in Vielsalm, das
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