über Englands politische Struktur, in der ich manchen
auch für unsere jüngere Entwicklung geltenden Zug er—
kannte, hatte mir mein Großonkel König Eduard in
mauchen Stunden der Aussprache, in liebevollem Ein—
gehen auf das mich lebhaft fesselnde Gebiet, viel erzählt.
Wenn ich mich dieser für mich unvergeßlichen Unterhal—
kungen, die ich damals völlig naiv als ein junger Schüler
eines erfolgreichen Meisters und väterlichen Freundes
hingenommen habe, heute erinnere, will es mir scheinen,
als habe mir der König damik mehr als eine bloße Belehrung
über die Zustände in England geben wollen.
Als habe der in dieser Ark geniale Mann sehr wohl erkannk,
daß die Ideen, in deren Zeichen die beiden ersten
Jahrzehnke der Regierungszeit meines Vakers standen,
sich von der Linie enkfernken, auf der der Monarchismus
in Deukschland sich enkwickeln mußke, wenn er die
fest gefügke, organische Krönung des staatlichen Baues
bleiben wollke — und als habe er mich mil klar bewußkem
Willen auf diesen Gefahrpunkk hingewiesen:
um mich zu warnen, um mich schon an der Schwelle
meiner politischen Bahn für andere, bessere Wege zu
gewinnen.
Was mir mein alker Großonkel so aus der Fülle
seiner Beobachkungen und Erfahrungen gab, habe ich
gerne ausgenommen und in mir enkwickelk. Dieser Besitz
hat jedenfalls auch mit keil daran, daß ich im Zusammenhange
mik meinen Ansichken über die Regierungsmagximen
Seiner Majestät eine starke Neigung zu jenem
System empfunden habe.
Besonders kliese und auregende Eindrücke empfing ich
in dieser Zeit begierigen Lernens beim Reichsmarineamt
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