im Verlustfalle die euglische Seeherrschaft als Ganzes
in Frage gestellt würde. Der grundsätzlichen Idealität
dieses defenswen Gedankens habe ich mich nicht ver—
schlossen, in Berücksichtigung unserer politischen und wirkschaftlichen
Lage aber schien er mir in dieser Form, die
uns allein zum großen Abwehrrivalen Englands zur
See aufrüsten wollte, nicht bis zum Ende durchführbar.
Ich stand vielmehr auf dem Stkandpunkk, daß der „Risikogedanke"
nur dann gesund und stark zu einer kaksächlichen
Kräftebalance zur See ausreifen könne, wenn das gegen
England gedachte Gegengewichk von uns gemeinsam mit
einer verbündeken Großmachk getragen würde, deren
Landstreitkräfte damit für keine gegnerische Kombinaktion
in Bekracht kamen, deren Flotte aber als Addend neben
unserer eigenen Flokke eine Kräflesumme von jener angestrebten,
Achkung und Zurückhalkung gebiekenden Höhe
ergeben würde. Auf diesem Wege konnte, wenn er sich
irgendwie als gangbar erwies, nichk nur eine außerordenkliche
Erleichterung unserer marilimen Rüstungslast herbeigeführk,
es konnke so auch leichter der große Gefahrpunkt
des ganzen Problems: die Erstickung unserer Kräfte
zur See vor Erreichung des Zieles, überwunden werden.
Denn diese Ansicht habe ich schon damals klar verkreken
und später immer wieder zum Ausdruck gebracht:
daß die Engländer das volle Ausreifen unseres Risikogedankens
garnichk erst abwarken, sondern ihre Politik
folgerichtig forksetzen und unsere von ihnen mik dem
größten Mißkrauen beobachkeke Flokte vernichten würden,
ehe sie sich zu dem ihnen ebenbürtigen oder im
Sinne der Risikotheorie gefährlichen Gegner entwickeln
konnke.
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