660 Verfassungs-Urkunde f. d. Königreich Württemberg, v. 25. Sept. 1819.
Sohne oder dem sonstigen präsumtiven Nachfolger in der
Standesherrschaft zu übertragen.
Dieses besondere Recht der Stimm-Uebertragung kann auf
gleiche Weise auch für einen wegen Minderjährigkeit oder
anderer persönlichen Unfähigkeit unter Vormundschaft stehenden
Standesherrn von dessen Vormund ausgeübt werden.
In jedem Fall aber kann ein Mitglied der ersten Kammer
oder ein Stellvertreter desselben niemals mehr als Eine übertragene
Stimme führen. #
d. 1571.
Alle sechs Jahre muß eine neue Wahl der Abgeordneten,
welche nicht Amtshalber Sitz und Stimme in der zweiten
Kammer haben, vorgenommen werden; die bisherigen sind
wieder wählbar. #
S. 158.
+ Während dieses sechsjährigen Zeitraumes erfolgt der
Austritt eines Mitgliedes der Kammer, außer dem Falle des
freiwilligen Entschlusses oder der gerichtlich erkannten Ausschließung
(§. 199)2 nur dann, wenn
I.) ein Mitglied das Grund-Vermögen, den Stand oder
das bunt, worauf dessen Befähigung beruht, zu besitzen
aufhört;
2.) wenn das Mitglied in der Zwischenzeit eine der oben
(§. 136)3 festgesetzten Eigenschaften verliert.
In solchen Fällen wird, wenn das austretende Mitglied
ein gewählter Abgeordneter war, eine neue Wahl von einem
neuen Wahl-Collegium vorgenommen. 1
Siebzehnte Berfassungsänderung. Das Gesetz v. 16. Juli 1906.
(s. oben S. 7) bestimmt:
Art. 18.
Der 5 156 der Verfassungsurkunde wird dahin
abgeändert:
8 156. 156.
Die Mitglieder beider Kammern haben ihr
Stimmrecht in Person auszuüben. Niemand kann
eine doppelte Stimme führen.
Es steht jedoch das Recht der Stellvertretung
den in § 129 Ziff. 2 genannten Mitgliedern der Ersten
1 S. zu § 158.
2 Zu lesen § 203. 3 Zu lesen §& 135.