— 27 —
wenn auch dann und wann durch Saumseligkeit der Behörden,
deren Eifer mit dem des Königs nicht immer gleichen Schritt
hiel. oder durch Betrugereien e der mit der Ansetung betrauten
3 8 wie 3. B. die Bevölterung der Kolonien A. B. C.
am Bromberger Kanal aus solchen aArbeiteransiedlungen hervorgegangen
ist.
Aber auch sonst war der große König unablässig bemüht, die
Kultur des okkupierten Landes zu heben. 1) Es gilt dies namentlich
bezüglich der Aufrichtung des Landbaues. Immer wieder
aufs neue werden die obersten Verwaltungsbeamten, der Oberpräsident
wie die Direktoren der Kriegs= und Domänenkammern,
mit ausführlichen Instruktionen nach dieser Richtung versehen.
Nicht leicht wird dem König gerade hierin genug getan. Zufrieden
zeigt er sich fast ausschließlich mit der betreffenden Tätigkeit Domhardts,
während einzelne Kammerdirektoren starke Mahnungen und
Verweise erhalten. So schreibt der König einmal (16. Februar
Gaudi zu Bromberg: „„ds ist. da eine wilde Wirthschaft bei Ihnen
und wird nicht darauf gesehen, daß die Leute ihre Felder gehörig
bedüngen und bestellen. Da werden Kriegsräthe herumgeschickt,
die nichts verstehen von den Sachen, und Sie selbst sehen nicht
nach. Ich bin überhaupt sehr schlecht zufrieden von Ihrer Wirthschaft,
und wenn Ihr Mir den Kopf toll macht, so werde Ich
einen. Anderen hinschicken und lassen durch den alles auf das genaueste
examinieren.“ „Ihr seyd Ertz Schäckers“, fügt der König
eigenhändig einer in genannter Beziehung tadelnden Ordré
an die Marienwerder Kammer hinzu: „wartet nur, daß Ich nach
Preußen komme!“
„ den Meobrun für die dordenns der si.* ge—
für die Landeskultur. II. 8. 76—82.