Full text : Verzeichniss der Handschriften im Preussischen Staate. Göttingen 3. (3)

152  Goettingen,  Universitäts-Bibliothek

Anfang:  auf;  5  (ie!)  PER  O4  LOS

Am  Rande  finden  sich  öfters  textkritische  Bemerkungen  aus  Spiegel’s
  Alexandersage  (Leipzig  1851)  und  das  indische  Zeichen  #;  was

dies  zu  bedeuten  hat,  lehrt  uns  eine  Stelle  in  Lagarde’s  Mittheilungen
II,  96:  ‘die  Geschichte  der  deutschen  Litteratur  wird  sich  einmal  um
die  in  meinem  Nachlasse  befindliche  Handschrift  des  Nizami  zu  kümmern
  haben,  die  von  Rückert  kopiert,  durch  das  Zeichen  #  anzeigt

welche  Verse  Nizamis  in  die  Weisheit  des  Brahmanen  übergegangen
sind.  Aus  dieser  Stelle  lernen  wir  zugleich,  dass  das  vorliegende
Manuscript  von  Rückert  herrührt.  Eine  Übersetzung  von  Stücken  des
Alexanderbuches  hat  Rückert  auch  im  Frauentaschenbuche  für  1824
S.  415—496  gegeben.  Weitere  Litteraturangaben  bei  Pertsch  Berl.
Cat.  no.  719.

Lagarde  130  Papier,  121  Bl.  zu  21:17cm;  18-20  gespaltene
  Zeilen  auf  der  Seite  erste  Hälfte  des  19  Jahrh.  die  Schrift
ist  dieselbe  wie  in  der  vorhergehenden  Hs.,  also  von  Rückert’s  Hand;
unvocalisirt

Ein  sehr  umfangreicher  Auszug  aus  dem  Diwän  des  Häfiz  mit
textkritischen  Noten  nach  einem  Wiener,  Münchener  und  Gothaer  Manuscript.
  Bl.1—104  Ghazele,  Bl.  105—109?  Matnawi-Gedichte,

darunter  das  a«L  Ber  und  das  sab  Slw  in  starker  Verkürzung,  Bl.
109P—114®  Mukatta’ät,  Bl.  115—117  Rubäijjät,  Bl.  118—121°  Kasiden;
  in  ganzen  472  Nummern.

Lagarde  131  39  Seiten  26  cm  hoch,  19  cm  breit;  28  Zeilen

Eine  Sammlung  von  Wörtern  aus  der  Mundart  von  Huräsän  und  Balh
mit  Erklärung  und  Belegen  aus  Dichterstellen,  mit  dem  Titel  „LS
wur  8%.  (Abschrift  von  L.’s  Hand).  Die  Wörter  sind  nach  orientalischer
  Weise  geordnet  und  umfassen  die  Buchstaben  |}  bis  5,  da
bricht  die  Abschrift  ab.  Ein  Verfasser  ist  nicht  genannt;  über  das

Original  ist  auch  nichts  weiter  vermerkt,  als  dass  das  vorliegende  Bruchstück
  die  ersten  21  Bl.  desselben  umfasst.

Lagarde  132  214  cm  hoch  17  cm  breit,  27  Zeilen  Zwei
Hefte  von  Lagarde’s  Hand  mit  zwei  längeren  Abschnitten  aus  der  Kosmographie
  des  Ahmad  von  Tüs:  WI  >.)  lc,  SEAN  ls,
s.  Pertsch  Gothaer  Cat.  no.  35.  _

Heft  I  enthält  auf  528.  die  Einleitung,  Inhaltsangabe  und  }  „5,
bis  Bäb  4,  nur  der  Schluss  desselben  fehlt.  Am  Rande  ist  die  Blattzählung

  der  Vorlage  angemerkt,  Heft  I  enthält  die  ersten  23  Seiten
derselben.  Heft  II,  64  8.,  gleich  Bl.  28°—45°  der  Vorlage,  beginnt
mit  «55,  Bäb  5  und  geht  bis  f  „5,  Bäb  Ali.  Bäb  Bä  sollte  dann
ein  neues  ”  Heft  beginnen.  Über  die  Vorlage  ist  nirgends  etwas  angegeben.


Da  die  Anfangsworte  des  Werkes  in  verschiedenen  Handschriften
differiren,,  so  seien  ‚sie  aus  ‚der  Kissen  Abschrift  hier  ag