388 Goettingen, Universitäts-Bibliothek
Andere hebräische Handschriften befinden sich noch in den Collectionen
Michaelis (no.272—279), Lagarde no.126, und eine Esther-Rolle
unter der Schenkung von Wilh. Müller im Deutschen Seminar.
Koptische Handschriften.
Kopt. 1 (orient. 125%) orientalisches Papier; 199 Bl.; 40:27 cm;
zu 30 Zeilen 1774 . .
Grosse, schöne, deutliche Schrift, Überschriften roth. Agyptischer
Holzdeckel mit braunem gepresstem Leder. .
Die vier Evangelien. Neben den koptischen Überschriften
der Evangelien und der einzelnen Capitel befinden sich am Rande
auch die arabischen. Die Rückseite des Vorsetzblattes wird ganz von
einem grossen, bunten Kreuze mit einigen Thierfiguren eingenommen;
ähnlich verziert sind die Anfänge der Evangelien.
Bl. 1°—55°: Matthaeus, 85 Capitel. Bl. 56°—90P: Marcus,
52 Capitel. Bl. 91 —150® und noch das Recto eines ungezählten
Blattes: Lucas, 84 Capitel. Bl. 151P—197°: Johannes, 40 Capitel.
Das Vorsetzblatt, Bl. 1—7, das Ende des Lucas und der Anfang
des Johannes sind von anderer Hand und auf anderem Papier geschrieben.
Unterschrift (BL. 199): Is iu Kon ad us) 5, je
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Die Abschrift ist also vollendet am 10 Mesör6& im Jahre 1491
der Märtyrer (1774 n. Chr.) nach einem Originale des Jahres 1073
(1356) für den Bischof von Manüfijja Anbä Athanasius. Wüstenfeld
hat die fragliche Jahreszahl, die mit koptischen Ziffern geschrieben ist,
1491 gelesen; Lagarde, Orientalia Heft I= Goetting. Abhandl. 24 (1879)
hat mit Unrecht diese Lesung angezweifelt und 1291 vorgeschlagen.
Aus dem Kloster Anbä Bi$oi. 1878 von Brugsch gekauft.
Kopt. 2 (orient. 125°) europäisches Papier mit Wasserzeichen ;
190 Bl. zu 33:22 cm Ende des 17 Jahrh.
Die Handschrift umfasst zwei ursprünglich selbständige, von
verschiedenen Händen und auf verschiedenes Papier geschriebene
Lectionare, die jetzt gemeinsamer Titel und durchlaufende Blattzählung
vereinigt. In beiden grosse und deutliche Schrift, im ersten
23—25, im zweiten 18 Zeilen auf der Seite. Die Überschriften sind