— 78 — III
beim Schlafen aufgeklappt. — 4. Seine Nahrung besteht in Fischen, Wasser—
* allerlei Säugetieren und Menschen. Es schwimmt und taucht meister-
haft, muß aber beim Atmen immer an die Oberfläche kommen. Man sagt,
daß es durch Klagelaute und „Krokodilsthränen“ seine Opfer anlocke. — 5. Der
gefürchtete Räuber macht für Tiere und Menschen die Flußufer unsicher. Man
jagt ihn zu Schiffe mit Büchsen und Harpunen. Das Fleisch junger Tiere
wird gegessen, der Moschus aus Drüsen des Maules als Balsam verkauft. —
6. Die alten Agypter verehrten das Krokodil göttlich, und man findet viele
einbalsamiert als Mumien in den Gräbern. Die 20—40 hartschaligen Eier
des Krokodils gleichen Gänseeiern und werden in den heißen Sand des Ufers
gescharrt. Die Menschen suchen danach und verspeisen sie als Leckerbissen.
Aufgaben: Wie sind die einzelnen Wüstentiere für ihren Aufenthalt ausgerüstet: Wie
erwerben sie ihre Nahrung? Wovon nähren sich Disteln und Kaktuspflanzen in der Wüste?
Warum ist das Kamel ein rechtes Wüstenschiff? Wie finden Krokodil, Elefant, Strauß
und Giraffe ihre Lebensbedingungen? Was kommt aus Afrika zu uns
Naturlehre: Das Auge. Licht. Farben. Brillen. Ferngläser. Winde und Wüsten!
XII. Atatisches Tandschaftsbild. (Im Februar.)
Ein indisches Flußthal, von Hügeln eingefaßt. Am Ufer dehnen sich weite,
sumpfige Reisfelder aus. Meterweit von einander entfernt stehen in langen
Reihen Baumwollensträucher. Schlanke Palmen wiegen ihren Blätterschopf
in der Luft. An den Hängen wird der Kaffeebaum und
Theestrauch angebaut. An den gelappten Blättern der
Maulbeerbäume treiben die Raupen des Seiden-
spinners ihr Verheerungsgeschäft. Aus sumpfigem
Boden klettert der Pfefferstrauch an Stangen in die
Ler Im Sumpfe gedeiht der fleischige Wurzelstock des
ngwers. An den Thalwänden gedeihen die immer-
rünen Zimt-, Lorbeer-, Nelkenpfeffer-, Mus-
atnuß- und Gewürznelkenbäume. In Sumpf-
dickichten lauert der blutgierige Tiger und die giftige
Bururillenschlange (1—2 mn lang, mit einer schwarzen
MBrillenzeichnung auf der Nackenfüibe.
91. Asiatische Gewächse.
–2% : Der Lhasseebanm in mris- Ot- und e
indien, Brasilien u. s. w. grünt, blüht und trägt Früchte
72. Jwelg des Kasfee baums das ganze Jahr. Er wird 2 1
bis 4 m hoch, hat gegen- 1
ständige Blätter, in den
obern Blattwinkeln weiße
Blütenquirle. Die Beerel
gleichen den Kirschen, hobhbn
aber statt des Steines zwei BV
Kaffeebohnen in einer dün-
nen Haut. Die gerösteten
= und gemahlenen Bohnen
gLgeben in kochendem Wasser
gebrüht unser beliebtestes
Getränk.
-- 1 Der heeestrauch wird
v mit besonderer Sorgfalt in
P Fwec China angebaut. Seine 81. Zuckerrohr (verkl.).
—