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Blätter ähneln den Kirschblättern. Die Blätter des grünen Thee werden
sorgfältig abgestreift, in erhitzte Pfannen gebracht, mit den Händen geknetet und
dann getrocknet, die des schwarzen erst an der Sonne etwas getrocknet, in
Schuppen zur Gärung gebracht, in Pfannen erhitzt, mit der Hand zu Kugeln
erollt, gesiebt und verpackt. Mit einem Aufguß siedenden Wassers giebt der
* ein anregendes Getränk, das besonders in kalten und feuchten Ländern sehr
beliebt ist. Die Chinesen trinken den Thee ohne Milch und Zucker den ganzen
Tag über statt des meist schlechten Trinkwassers.
Das Zuckerrohr wächst in heißen Ländern auf feuchtem Boden mit rohr-
artigen Halmen 3—4 m hoch. Unten ist dies riesige Gras blattlos, oben von
bandförmigen Blättern umflattert und an der Spitze mit großen Blütenrispen
ekrönt. Aus den markigen Halmen wird der süße Saft gepreßt, aus dem der
Rohrzucker gewonnen wird. Zu der schweren Arbeit wurden im heißen Amerika
die Negersklaven verwandt. »
Der Baumwollenstrauch im heißen Amerika, in Ostindien und Agypten
-... ist eine der wichtigsten Gespinstpflanzen. Er
wird 1m hoch, hat dreilappige Blätter und
blaßgelbe Blüten in einem gefransten Kelche.
Die Körner der Samenkapseln liegen in
z wollenen Bettchen. Springt die Kapsel
uaauf, so quillt die Baumwolle heraus. Das
Sammeln und Reinigen der Wolle ist sehr
nmuühselig, aber Millionen leben von der Ver-
arbeitung der
Baumwolle.
Der Pfeffer-
strauch in In-
dien ist finger-
dick, knotig und
klettert wie
unser Hopfen an
Stangen in die
Höhe. Den ova-
len und immer-
rünen Blättern
teht immer eine 83. Zweig des Pfefferstrauchs
82. Zweig des Baumwollenstrauchs (verkl.). Frucht- oder (verkleinert).
Blütenähre gegenüber. An einer Fruchtähre hängen 20—30 erst grüne, dann
rote und zuletzt schwarzblaue Beeren. Unreife Beeren geben den runzeligen
schwarzen, reife und von Fleisch und Haut befreite den weißen Pfeffer.
Der Zimmetbaum gehört zu den immergrünen Lorbeergewächsen und
wird besonders auf Ceylon in Zimmetgärten gezogen. Er wird hbchstens
16 m hoch, hat kantige und kahle Aste, eiförmige, ganzrandige, dunkelgrüne
und gepaarte Blätter, gelbe, endständige Blütenrispen und bräunliche, lange
Beeren. Er fordert zum Gedeihen sandigen Boden, viel Sonne und Regen.
Man schneidet den Stamm ab und zieht nur Stockausschläge oder 2—3 m
hohe Schößlinge, welche im zweiten Jahre geschnitten werden. Die bittere
Oberhaut wird abgeschält, aus der inneren Rinde oder dem Baste aber durch
Trocknen im Schatten unsere Zimmetrinde gewonnen. Der Nelkenpfeffer be-
steht aus den erbsengroßen, unreif getrockneten Früchten eines ostindischen
Myrtenbaumes. Die Gewürznägelein sind die noch nicht geöffneten