328 Nr. 169. Gesetz v. 18. Juni 1902. Nr. 170. Gesetz v. 25. Juni 1902.
Artikel 2.
Dies Gesetz tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Dasselbe kommt in Bayern
nach näherer Bestimmung des Bündnißvertrags vom 23. November 1870 (Bundes-Gesetzbl. 1871
S. 9) unter III §. 51) zur Anwendung.
Soweit Staats= und Kommunalbeamte der im Artikel 1 8. 1 bezeichneten Art beim In-
krafttreten dieses Gesetzes zufolge einer dem Gesetze vom 15. März 1886 genügenden landes-
esetzlichen oder statutarischen Fürsorge von der reichsgesetzlichen Unfallversicherung ausgeschlossen
find- behält es hierbei bis zum 1. Januar 1908 sein Bewenden.
Z„ Urkundlich unter Unserer Hoöchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Kaiser-
lichem #usigel. ç ç
egeben an Bord Meiner Jacht „Hohenzollern“, Cuxhaven, den 18. Juni 1901.
(L. S.) Wilhelm.
Graf von Posadowsky.
Nr. 160. Gesetz, betreffend die Aufhebung der außerordentlichen Ge-
walten des Statthalters in Elsaß-Lothringen. vom 18. Juni 1002.
(RGBl. Nr. 31, S. 231; ausgeg. am 20. Juni 1902.)
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen 2c.
verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesraths
und des Reichstags, was folgt:
Die durch §. 2 des Gesetzes, betreffend die Verfassung und die Verwaltung
Elsaß-Lothringens, vom 4. Juli 1879 (Reichs-Gesetzbl. S. 165)2) in Verbindung
mit §. 10 Abs. 1 des Gesetzes für Elsaß-Lothringen, betreffend die Einrichtung
der Verwaltung, vom 30. Dezember 1871 (Gesetzblatt für Elsaß-Lothringen 1872
S. 49)#) dem Statthalter in Elsaß-Lothringen übertragenen außerordentlichen
Gewalten werden aufgehoben.
Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem
Kaiserlichen Insiegel.
Gegeben Bonn, den 18. Juni 1902.
(L. S.) Wilhelm.
Graf von Bülow.
Nr. 170. Gesetz wegen Abänderung des GSesetzes, betreffend die
Naiserlichen Schutztruppen in den Afrikanischen Schutzgebieten und
die Wehrpflicht daselbst. vom 25. Juni 1002.
(R#l. Nr. 33, S. 237; ausgeg. am 4. Juli 1902.)
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen 2c.
verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesraths
und des Reichstags, was folgt:
1) Oben S. 93.
2) Oben S. 219. :) Oben S. 119 f.