344 Nr. 186. Novelle zum Reichsbeamtengesetz. Vom 22. April 1905.
unter möglichster Berücksichtigung der Interessen der bürgerlichen Berufskreise,
namentlich der Ernteverhältnisse, festzusetzen.
Artikel III.
8. 5. Dieses Gesetz tritt mit dem 1. April 1905 in Kraft.
Zu dem gleichen Zeitpunkte treten die Bestimmungen im § 6 Abs. 2 und
im §7 Abs. 4 und 5 des Gesetzes, betreffend die Verpflichtung zum Kriegsdienste,
vom 9. November 1867,#) sowie im Artikel 1I des Gesetzes, betreffend Anderungen
der Wehrpflicht, vom 11. Februar 1888 ) außer Kraft.
§. 6. Gegenwärtiges Gesetz kommt in Bayern nach näherer Bestimmung
des Bündnisvertrags vom 23. November 1870 (Bundes-Gesetzbl. 1871 S. 9)
unter III. 8 5,3) in Württemberg nach näherer Bestimmung der Militär-
konvention vom 21./25. November 1870 (Bundes-Gesetzbl. 1870 S. 658)4) zur
Anwendung.
Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem
Kaiserlichen Insiegel.
Gegeben Taormina, den 15. April 1905.
(L. S.) Wilhelm.
Graf von Posadowsky.
Nr. 186. Gesetz, betreffend Aufhebung des § 42 Ur. 6 des Reichs-
beamtengesetzes vom 31. März 1875. vom 22. April 1005.
(RGBl. Nr. 18, S. 316; ausgeg. am 2. Mai 1905.)
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen 2c.
verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrats
und des Reichstags, was folgt:
§ 42 Nr. 6 des Reichsbeamtengesetzes vom 31. März 1873) wird mit
Wirkung vom 1. April 1905 aufgehoben.
Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem
Kaiserlichen Insiegel.
Gegeben Messina, den 22. April 1905.
(L. 8.) Wilhelm.
Graf von Bülow.
1) Oben S. 56.
2) S. oben S. 246 und S. 15, Anm. 4.
3) Oben S. 93. 4) Oben S. 1072.
5) Auf die Reichsbankbeamten für anwendbar erklärt durch VO. v. 8. Aug. 1905
(RGBl. S. 718).
6) Oben S. 132.