sprengter, Drückeberger und Urlauber herum, die teils
jeden Tag, den sie länger der Truppe fern blieben, als
Geschenk Gottes auffaßten, teils wegen der Überlastung
der Bahnen gar keine Möglichkeit mehr fanden, ihre
Truppenteile zu erreichen. Ich erinnere mich aus dieser
Zeit einer Fahrt zur Front, die mich durch den Haupt—
knotenpunkt Hirson führte. Da war gerade Essensemp—
fang für Urlauber und Versprengte, die zu Hunderten
umherstanden. Ich mengte mich unker die Leute und
sprach mit vielen von den Männern. Was ich zu hören
bekam, war hart genug: Die meisten hatten den Krieg
satt und verbargen kaum ihre Scheu vor dem Wiederanschluß
an ihre Truppe — nicht alle davon waren
Lumpen, da war auch manches Gesichk darunker, dem
man es ansah, daß die Nerven nicht mehr hielken,
daß die Spannkraft nichk mehr reichke, daß ein primitiver,
hemmungsloser Selbsterhaltungskrieb Herr geworden
war über alle Einsicht in die Rokwendigkeik,
durchzuhalken, zu widerstehen. Rakürlich waren auch
unker den Versprengken von Hirson eine Anzahl ganzer
Kerle, die ihre gute Gesinnung und Haltung bewahr
hakten. "F
Gegen diese Aufsplikterung von Kräften, die bei neuer
kraftwoller Zusammenfassung immerhin zu einer werkvollen
Hilfe in unserer täglich größeren Nok hätten
werden können, ist leider nichfs oder nahezu nichks gescheben.
Hier häften nur ganz große, durchgreifende neue
Ilaßregeln helfen können, deren Anordnung dem Befehlsber
eiche der O. H. L. unkerstanden hätte. Wir taten
im Bereiche der Heeresgruppe naktürlich alles, was in
unseren Kräften stand, um in dieses Chaos Ordnung zu
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