Contents : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1901. (92)

örtert  würde.  Holt  (liberal)  Jagte.  es  sei  eine
abstohende  Idee,  daß  auf  den  Krieg  ein  Zollkrieg
  folgen  solle,  weil  dann  Abee  i  kein
uter  Friede  entstehen  würde.  Ein  dauernd
Friede  müsse  auf  der  Grundlage  guulteben  dab
Deutschland,  nachdem  es  seine  Ver
gutgemacht  habe,  Vergebung  erhalte;  der  *
müßte  Deutschland  eine  ehrenvolle  Stetlung
unter  den  Nationen  geben.  Asquith  erklärte,
er  wolle  in  den  einsachsten  und  llarsten  Ausdrücken
  sagen,  daß  die  von  den  Vorrednemn  ausgesprochenen
  Befürchtungen  zukünftig  nicht  bestehen
  sollten  und  daß  die  Vertreter  der  Regierung
  in  Paris  nichts  tun  oder  sagen  würden,
was  die  Handlungofreiheit  der  Regierung  oder
des  Unterhauses,  irgendwie  Linden  lönnte.  Die
Einladung  der  Verbündeten,  namentlich  Frankreichs,
  hätte  man  nicht  ablehnen  können;  aber
die  Regierung  beabsichtige  nicht,  über  einen  Gedankenaustausch
  hinauszugehen  und  die  Vertreter
  der  Regierung  würden  aus  Paris  zurückkehren
  ohne  jede  Verpflichtung  in  bezug  auf
geuisse  bestimmte  Maßregeln,  die  hoffentlich  in
nicht  serner  Zulunft  ergriffen  würden.  Es  sei
lein  Grund  zu  der  Besorgnis,  daß  die  Regierung
vorzeitig  in  diesem  Stadium  das  Land  auf
Maßregeln  festlege,  die  die  sorgfältigste  Erwägung
  erheischten,  über  die  England  nicht  nur
seine  Verbündeten,  sondern  auch  seine  Kolonien
befragen  müsse  und  die  weitreichende  Ergebnisse,
rielleicht  ungeheure  Folgen,  haben  könnten.

Englands  Herrschaft  über  die
Neutralen.

Haag,  14.  März.  „Nieuwe  Courant“
schreibt:  Die  englischen  Behörden  fahren  fort,
unbekümmert  um  die  Proteste  unserer  Regierung,
  unser  Briefgeheimnis  zu  verletzen.  Mit
der  holländischen  Post,  die  Beute  früh  ankam,
empfingen  wir  verschiedene  Briefe  aus  den  holländischen
  Kolonien,  darunter  einen  eingeschriebenen
  Brief,  die  geöffnet  und  mit  dem  Ertikett
„Opened  by  cenfor“  versehen  waren.  Absender
sind  Niederländer  in  Indien,  Adressaten  Niederländer
  in  Holland.  Es  fällt  nicht  leicht,  das
aussprechen  zu  müssen;  aber  der  niederländische
Briefvertkehr  zwisches  unserem  Lande  und  seinen
Kolonien  steht,  wie  man  daraus  ersehen  kann,
unter  der  regelmäßigen  Aufsicht  des  englischen
Zensors.  Seine  Kontrolle  gehört  zu  den  Dienstregeln
  unseres  Postverkehrs.  Was  wir  uns  von
unserer  eigenen  Regierung  nicht  geiallen  lassen
würden,  müssen  wir  jent  von  den  Engländern
Binnehmen.

Ein  Wohltätigkeitsunternehmen
in  Amerika.

Neuyork,  14.  März.  (Durch  Funkspruch
vom  Vertreter  des  W  TB.)  Gestern  abend  erfolgte
  die  Eröffnung  des  großen  Bazars  zum
Besten  der  Notleidenden  des  Krieges  in  Deutschland
  und  den  ihm  verbündeten  Ländern  im
Madison  Sauare  Garden  in  Gegenwart  der
Vertreter  Deutschlands,  Oesterreich-Ungarns,
Bulgariens  und  der  Türkei,  sowie  des  Staates
und  der  Stadt  Neupork.  Sie  führte  zu  einer
röchit  bemerkenswerten  Kundgebung  für  die
Mittelmächte.  Der  offiziellen  Eröffnung  wohnten
  unge  fähr  25000  Personen  bei,  weährend
neitere  Taujende  draußen  warteten.  Dr.  Emanuel
  Baruch,  der  Präsident  des  Bazarausschusses,
  hieit  die  Eröfft  zungsansprache.  Graf
Bernstorff,  der  elenfalls  eine  Ansprache  hielt,
wurde  mit  ungelteurer  Begeisterung  empfangen.
Der  Bazar  siellt  eine  gewaltige  Stadt  von
Verkaufeftänden  mit  dem  alten  Nürnberger
Marktplaßz  dar  und  int  ein  äußerst  kunstvolles
Meistermerk,  von  deuitschen  Künstlern  entworfen.
Man  erwartel,  daß  der  Bazar  ungefähr  750000
Dollars  Reinertrag  liefern  wird.  Vor  der  Eröffnung
  erhielt  Dr.  Baruch  eine  Schenkung  von
150000  Dollars,  zu  denen  Georg  Ehret  der

 

 

 

 

Jüngere  10  000  Dollar  beisteuerte.  Auch  die

Gemahlin  Wilsons  stiftete  ein  Spitzentaschentuch
mit  ihrer  Karte,  auf  der  sie  dem  Bazar  Erfolg
wrunschte.

der  ####  se2
Versenkt.

Haag,  14.  März.  „Daily  News“  meldet:
Das  englische  Fischerfahrzeug  „Iris“  stieß  in
der  Nordsee  auf  eine  Mine  und  sank.  (3.)

Athen,  13.  März.  Wie  griechische  Blätter
melden,  ist  der  französische  Dampfer  „Memphis“
im  Mittelmeer  von  einem  deutschen  U.Boot  versenkt
  worden;  von  seiner  Besatzung  ertranken
acht  Mann.  Ebenso  ist  der  englische  Dampker
„Denke“  versenkt  worden,  von  dessen  Besatzung
anscheinend  nur  ein  Mann  gerettet  wurde.  (J.)

Athen,  14.  März.  Griechische  Blätter  melden:
  Eine  Folge  der  imensiveren  Tätigkeit  der
deutschen  Unterseeboote  ist  die  Versenkung  des
französischen  Dampfers  „Memphis“,  von  dessen
  Besatzung  fünf  Mann  und  drei  Heizer  ertranken,
  sowie  des  englischen  Dampfschiffes
„Denke“,  von  dessen  Besatzung  anscheinend  nur
ein  einziger  Mann  gerettet  wurde.  (3.)

Die  Angriffe  bewaffneter  Handelschiffe.


Ber  14.  März.  Die  hier  eingetroffene
„Mri  1  Daily  News“  vom  3.  Januar
berichtet  aus  Kalkutta:  Passagiere  des  hier
am  3.  Dezember  angekommenen  !
fers  „Kashgar“  wissen  von  einem  Gefecht  mit
einem  Unterseeboote  im  Mittelmeer  zu  erzühlen.
  Der  Dampfer  hatte  150  Passagiere,  darunter
  viele  Frauen.  Der  Mann  am  Ausguck
sichtete  in  etwa  tausend  Fuß  Entfernung  von
Steuerbord  das  Peristop  eines  Unterseebvotes.
Sofort,  es  war  1  Uhr  nachmiktags,  eröffneten
Geschütze  des  „Kashgar“  das  Feuer.  Das  Unterseeboot
  verschwand  eine  Zeit  aus  Sicht,  und
einige  bange  Minuten  folgten.  doch  war  von
einer  eigentlichen  Panik  an  Bord  des  Dampfers
nichts  zu  bemerken.  Ein  Schrei  aller  auf  Deck
befindlichen  Passagiere  wurde  gehört,  als  das
Perislop,  diesmal  1200  Fuß  entfernt,  auf  Backbord
  auftauchte.  Nun  feuerte  wrl  einen
zweiten  scharfen  Schuß  ab,  den  Aussagen
  von  Zeugen  das  iterseanedh  traf.  Jedenfalls
  verschmand  das  letztere  nun  sofort  und
ward  nicht  mehr  gesehen,  obwohl  scharf  #-OD
guck  gehalten  wurde.  (Z.)  —Hier  liegt  somit
wieder  ein  Beweis  gegen  die  Behauptung  der
englischen  Admiralität  vor,  mndelsschissen
  Angrifse  auf  U-Boote  fern  liegen.

damsche  Courant“  erfährt:

a.  O.-Damp.

Preis  auf  die  Unterseeboote.
Rotterdam,  14.  März.  „Nieuwe  Notter-Nach
  einer  Meldung
  des  „Eclair“  hat  dieses  Blatt  derjenigen
Mannschaft  eine  Prämie  pon  10  000  Franken
versprochen,  der  es  gelingt,  ein  Unterseeboot
in  einer  Entfernung  von  10  Seemeilen  zu  vernichten.


Die  Krise  in  Italien.

Zürich,  14.  März.  Die  Montagssitzung  der
italienischen  Kammer  war  erfüllt  von  verschiedenen
  Interpellationen  und  Klagen,  welche  die
wirtschaftliche  Lage  des  Landes  betrefsen  und
übereinstimmend  die  Regierung  hart  angriffen.
Eine  tiefe  Unzufriedenheit  über  die  Unfähigkeit
  der  Regierung,  das  Land  mit  den  notwendigen
  Lebensmitteln  und  Rohstoffen  zu  versehen,
  hat  weite  Kreise  erfaßt.  Die  Presse  beschäftigt

  sich  bereits  aufmerksam  mit  dieser  Debatte.

  Der  „TCorriere“  fürchtet,  daß  sich  die
„Krise  schon  aus  jener  wirtschaftlichen  Erörtekrung
  entwickein  werde,  und  beschwört  die  Abgeordneten
  deshalb,  diese  Erörterung  über
wirtschaftliche.  Fragen  nicht  als  Vorwand  sur
die  politischen  Auseinandersetzungen  zu  be-#utzen.
  (3.)

Die  neue  Offensive  Italiens.

Lugano,  14.  März.,  Zum  Kriegsberichte
Cadornas  bemerkt  die  „  „Nalia“,  das  italiemsche
Heer  stehe  offenbar“  vor  dem  Beginn  einer  neuen
Offensive,  die  nach  der  scheinbaren  Untätigkeit
des  Winters  Linsetzen  werde.  Höchst  wichtige
Ereignisse  seien  in  Vorbereitung,  deren  Verlauf
  Iralien  mit  großem  Mute  und  im  Vertrauen
  auf  den  Sieg  entgegensehe.  (J—.)

Italienische  Sitletruben  für  die
Westfront.

Karlsru  he,  e,  14.  18.  Die  „Boseler
Nachrichten"  melden  aus.  NRom:  Der  Abtrausport
  italienischer  Soldaten  nach  Frankreich
dauert  fort.  Es  handelt  sich  um  ältere  Männer
für  den  Etappendienst,  wodurch  frans#ösische  Soldaten
  frei  werden.  ·

 

siegeszieh
Use-Was  an  B.  9.  Gelnbors.
Nachdruck  porbolen

   

§*½  fen  Van  sah  Margarete
5  m“  les  aus,  dan  der
*le  *:dn  Sewalo  sjaß.,  an
das  1  „  rnenze  lnuchen  gescheien
  )  r  ein  Tijchchen
mit  einer  W  eriesuree  e,  einani'  ##  und  einer

Arzneiflasche  neben  den  Stuhl  rückte  und  sich
dann  entfernte.  Sie  sah  auch,  daß  die  Augen
des  Verwundeten  unverwandt  zu  ihrem  Fenster
emporgerichtet  waren.  Und  jelont  wenn  sie  si
gestern  heilig  gelobt  hürte,  nicht  wieder  zu  ihm
zu  gehen,  würde  iie  es  doch  jenzt  nichr  uber  sich
vermocht  haben,  dem  grausam  selbstquälerischen
Gelöbnis  treu  zu  bleiben.  Eine  Viertelsiunde
lang  widerstand  sie  dem  abergrachligen  Verlangen;
  dann  war  sie  wieder  an  se##  Seite.
Er  erklärte  auf  ihr  Befragen,  d###  er  sich
heute  so  wohl  fühle  wie  noch  niemals  un  dem
Tage  seiner  Verwundung,  und  sein  10]  cilhaft
verandertes  Aussehen  schien  fur  die  ahrheit
dieser  Versicherung  zu  zeugen.  Es  war  Margaretens
  fesier  Entschluß  gewesen,  nur  von
heiteren  und  ganz  unverfänglichen  Dingen  mit
ihm  zu  reden.  Aber  wie  wäre  das  auf  die
Dauer  möglich  gewesen  zwischen  zwel  Menschen,
deren  Herzen  bis  zum  Zerspringen  voll  woren
von  stürmischen  Empfindungen  und  unausgesprochenen
  mieitäheite
hne  z  sie  wußten,  wie  es  geschehen
k  10%P  .6  sich  schon  nach  kurzer  Zeit  in
ein  Gespräch  verloren,  wie  sie  es  gefährlicher
nicht  hatten  führen  können.  Vernhard  Sewald

 

 

war  eine  Stimme  In  init.  die  mich  einen  eelahatte

  von  seiner  Verwundung  erzählt  und  von
seinem  Seelenzustand  nach  dem  Erwachen  aus
der  ersten  Bewußtlosigkeit.

tiefluer  Ergriffenheit  und  atemloser
Spannung  lauschte  Margarcte  seinen  Worten.
Dabei  bemerkte  ste  es  nicht,  daß  seine  Finger
an  den  Knöpfen  der  Lazarcthaacke  nestelten
und  daß  er  aus  einem  auf  der  Brust  geiragenen
Ledertäschchen  eine  wingige,  flache  Holzschachtel
zum  Vorschein  brachte.  Sie  gewahrte  es  erst,
als  er  ihr  den  kleinen  Behältern  entgegenbtel:.

„Fast  hätte  ich  vergessen,  d  ch  Ihnen
noch  etwas  zurückzustellen  **  20  5  1  Mar-Denn
  ich  glaube,  daß  Sie  von  einer
solchen  Rückgabe  sprachen  für  den  Fall,  daß
8.  den  Inhalt  nich  verwenden  sollte.  Lassen

ch  Ihnen  noch  einmal  aus  tiesstem  Herten
Ze  an  s  on  Gab  l
gute  Dienste  geleistet,
ihrer  bediente

Margorete  hatte  die  Schachtel  entgegengenommen,
  und  ihr  Gesicht  kar:  lur  einen  Moment
  voll  der  füßesten  Schelme

Un  ie  woren  nicht  Vsuchung.  es
au  nehmen?  Sie  haben  nicht  davon  Gebrauck

eemacht?  Nicht  ein  bibchen?  Wuch.  nicht  in
jenen  gräßlichen  Stunden,  wo  —

Er  neigte  sich  näher  zu  ur  zond  seine
Stimme  klang  unlicher  in  der  t  mũbsam  verhal  ·
tenen  ewaliigen.  Bewegun

„Ja,  ãulein  Mroch:  b  eine
Acccht,  da  bes  uee  vicie  Vl  ndc
as  in  der  Hand  hielt,  mit  dem  festen  Ent
chluͤß,  daß  sein  Inhalt  mich  aus  n
Qual  erlösen  sollte.  Aber  ich  verschob  es  von
einer  Viertelstunde  auf  die  andere.  Immer,
wenn  ich  dae  Puloer  zum  Munde  führen  wollte.

benn  ucga.  daß  —8  mict

 

Ung  nannte.  Noch  huchr  Noch
hast  du  1  ewt  d

s  war  1#%  einzune,  h  „  Sle  abhielt?
  2•5  fbe  wirklich  an  nichts  andere
als  an  sich  selbst?“

hne  alle  lUeberlegung  war  ihr  die  Frage
auf  die  Lippen  gekommen.  Und  ihr  Herz  er.
zitterte  bei  Von  ',lange  ihrer  Erwiderung.

„O,  ich  dachte  auch  noch  an  etwas  an.
deres.  Ich  dachte  an  ein  Wesen,  das  ich  über
alles  liebte.  An  ein  herrliches,  kluges,  tapseree
eichool  dessen  wahre  Dolccht.  4  erst  in  lenen

unden  zu  erkennen  glaub  J
5½  Gottes  Barmherzigkeit  hiue  Frölein
Margarete,  —  lebe  geliebte  Margareie,  was
wollen  Sie  da  tun?“

lagte  -  #urnoch
  n

anzen  Inhalt  as  u
7.  stehende  boltgeseilten  Wassetclas.  Uar
ehe  noch  Bernhard  recht  begriffen

hatte,  was.  -#  vorhatte,  nebte  sie  das  Gefäß  an

die  Lippen
e  schon  einn  rW¾d.  der.  Fsssigtei
getrunken.  "  es  ihm  gela  das
entreiben  und.es  weit  aneng,  e  i  Shr
si  ar  von  tbdlicher  Angst.  verzerrt;  selne
aternden,  Hmände  Hrsten.  dlicd  nach,  ihr  aus.

Zu  za  rusen;  sie  aber  ver,
gebn  9  Krals  kal  bon  aleiner  1  Hand
n  12  ein  Freund!  de  ist  la  88  Grund

zur  Edh  *  neg  15  #  ch  werde
nicht  erben  38  wirt·
lich  *8*  i  ,  daß  Ihnen  ein
tödliches  Gift  geben  fönnte  ich  —  Ihnen?

Diese  ungebeschen  zwel  Gramm  Morphlum  waren

nichts  als  ein  Kolleelössel.  voll  doppeltkohlen.

#“

-  Serbienauf  Reisen.
Lugano,  14.  März.  Nach  dem  „Secolo“
handelt.es  sich  bei  der  Reise  des  serbischen  Kron.
Hrinzen  nach  Nom,  wohin  ihn  auch  Paschitsch,  der
Unterstaatssekretär  des  Auswärtigen  und  General
  Rostitsch  begleiten,  um  Geldbeschaffung.
Die  Reise  soll  dann  auch  nach  den  anderen
Hauptstädken  des  Vierverbandes  führen.

Die  Gewaltpolitik  der  Entente
gegen  Griechenland.

London,  14.  März.  „Gieuter)  Wie  die
„Morning  Post“  aus  Aen  berichtet,  haben
die  Ententemächte  Griechenland  untersagt,  die
12-  Insesgruppe  zu  verproviantieren.  Sie  erklär.
—  daßz  dies  zukunftig  durch  Italien  geschehen
werde.

Die  „Nea  Himera“  meldet  aus  Kanea:  Aus
Mitteilungen  des  italienischen  Konsulats  erfuhr
die  Bevölkerung  von  Kreta,  daß  demnächst  außer
der  englischen  Besatzung  auch  einige  italienische

Besatzungs-Mannschaften  ausgese  werden
ollen.  Die  Bevölkerung,  welche  die  Besetzung

urch  die  Engländer  ruhig  hinrahn.  ist  fest  ent.
schlossen,  die  Ausschiffung  der  Italiener  um
jeden  Preis  zu  verhindern.  (3.)

Der  Verräter  Venizelos.

Zurich,  14.  März.  Ueber  den  Stwaesenan
ge  serästem  Ventzelos  ve
ffentlichen,  wie  die  „Schweizer  Telegr.  5  «
mitteilt  die  „Belgrader  J5J  —
sationelle  Emhüllung:  „Der  russische  Rubel
rollte  bis  nach  Athen.  Rußland  ließ  Pasitsch
versichern,  Venizelos  werde  Griechenland  an  der
Seite  Serbiens  in  den  Krieg  ziehen.  Dies  erhellt
  aus  dem  Berichte,  den  der  gewesene  serbische
  Justizminister  Dragoliub  Arangelovits
nach  seiner  Rückkehr  von  einer  Reise  nach  Italien
  und  Griechenland  über  seine  Eindrücke  in
Griechenkand  mitteilte.  Arangelovics  sagte  u.
„Venizelos  ist  unser  Mann.  Diewletzten
Aahün,  in  denen  Venizelos  den  Sieg  ertungen
hat,  wurden  mit  russischem  Golde  gemacht.  Venizelos
  wird  daher  wissen,  was  er  Rußland  und
Serbien  schuldig  ist.  Ich  zweifle  nicht  an  der
aufrichtigen  Freundschaft  Venizelos.“  Trotzdem
man  also  in  England  und  Frankreich  ganz  genau
  über  die  Verhältnisse  orientiert  war,  wurde
König  Konstantin  in  schärfster  Weise  angegriffen
  und  des  Verfassungsbruches  geziehen,  weil
er  Griechenland  nicht  den  russischen  Interessen
aufopfern  wollte-  und  die  Kammer,  in  der
Rußlands  Freunde  saßen,  heimschickte,  um  neu,
erdingd  an  das  Volk  zu  appellieren.  Diese  Ent.
hrüllungen  zeigen,  daß  König  Konstantin  nich:
nur  die  militärischen,  sondern  auch  die  politischen
Verhawusse  mit  scharfem  Verstande  eing##Shäßzt
hat.  Die  gegenwärtige  griechische  Kammer,  du
nie  dem  Einfluß  Venizelos  unterlag,  hat  sich
ie  ihrer  überwiegenden  Majorität  zur  Neutto
Wiat  Fonn.  bekannt.  (3.)

e  TLüchei  u  Beil#len
Türkische  Bahnen.

Konstantinopel,  14.  März.  Die  Kammer
  hat  das  vom  Senat  angenommene  Gesez
angenommen,  nach  dem  der  von  Deutschland
auf  Grund  des  Vertrages  vom  14.  Februat
1915  zum  Bau  gewisser  strategischer  Bahnlinien
gewährte  6  prozentige  Vorschuß  von  5.000  000
Pfund  auf  7112  000  Pfund  erhöht  wird  und
die  Zinsen  auf  5  1/2  Prozent  herabgesetzt  werden.

duren  Natrose.  Und  Sie  würden  vergeven:
auf  die  Wirkung  gewartet  baben,  wenn  Sie  es
genommen  hötten.  Ich  hatte  ja  gewußt,  daf
ESie  es  nicht  12n  wũrden.  Nur  zu  Ihrem  Trost
und  zu  Ihrec  Veruhigung  son###es  dienen.
Und  ich  wußte,  daß  das  harmlose  Salz  diesen
Zweck  genau  so  aut  erjüllen  würde  wie  das
lebensgesährlich  e.“

Seine  ungeheure  Erregung  hatte  sich  in
einem  Schluchzen  gelöst.  Er  nahm  ihre  Häaͤnd,
und  unbekümmert  darum,  daß  sie  von  soundso
viel  Fenstern  aus  beobachtet  werden  konnten,
bedeckte  er  sie  unlt  seinen  Küssen.

„Margarete!  Geliebte  Margarete!  O,  daß
ich  jent  ein  Kruppel  sein  muß  —  ein  armer,
hilfloser  Krüppel  ohne  jeden  Anspruch  auf  Glucklber

  Sie  werden  ja  glücklich  sein,  Heir
Sewald!  Dos  Mädchen,  dem  Ihre  Neihung
gehört,  müßte  niemalo  Ihrer  Liebe  wert  gewesen
  sein,  wenn  es  sich  Ihnen  jeßzt  nicht  tausend,
mal  freudiaer  und  taulendmal  ##aler  „„  5:
eben  würde  wie  in  den  Tagen,  4  Sie  noch
*  ritümmelten.  Körper  hat
*7  in  sein  Gesicht,  und  —  Glanz
der  esicht  verklärte,  niachte  ihr  mit  einem
mal  die  ganze  Größe  ihres  Irrtüms  offenbar
.Nrgardtel  1  hammene  er.  „Wenn  es  so
wöre  —1  es  Himmlijche,  dies  unigh
bar  E  h  weeden  kön  4
Welßt  du  denn  nsche,G  dob  d  uies  bist,  die  lch
liebe  —  du  allein!  Daß  n,  jenen  furcht
baren  und  doch  so  l-  Sane  an  nicht
anderes  gedacht  habe.  als  an  d  ch

Sie  22  beraebene,  t,  sich  3

Hrlen.  Eln  wildes  Et  **
ruft  und  lühmte  die  Krast  ihres  ##
*  nicht  sprechen  und  hatte  e  —

 

ich  zu  bewelbn.  AUlber  dieler  Zuland  konn#,