Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1808. (3)

 

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gender  Unzulaͤnglichkeit  derselben  auf  eine  aͤhnliche
  Unterstuͤzung  von  Uns  Hoffnung.

10.  Die  Alumnen  Unsers  Georgianischen
Seminars  in  Landshut  haben  nach  dem  In—
halte  der  Staturen  entweder  auf  Unseren,  oder
auf  einen  Tischtirel  einer  Gemeinde  Anspruch.

II.  Unsere  General  =  Kommissariate  und
Kommunal:=  Kuratelen  haben  Uns  jährlich  zu
der  für  die  Tischtitel=  Verleihungen  festgesezten
  Zeit,  nmlich  am  Anfange  des  zweiten  Quartals
  des  Etats-Jahres,  das  Verzeichniß  der
schon  bestehenden  und  der  neu  vorgeschlagenen
Kommunal-Timlanten  mit  ihrem  Gutachten,
sofort  mit  der  Anzeige  der  Zahl  der  Kommunal-Patronat-Rechte
  vorzulegen,  damit  Wir
hierüber  endlich  bestimmen  können;  wonach
Unsere  Eneschliessungen  durch  die  General-Kommissariate,
  als  Kommunal-Kuratelen,  zur
weiteren  Ausferrigung  gebracht  werden  sollen.
Muͤnchen  den  9.  April  1808.

Max  Joseph.

Freiherr  von  Moncegelas.
Auf  kbniglichen  allerbochsten  Befehl
von  Krempelhuber.

—.
—

Provinzial-Verordnung.

(Die  Verleihung  aller  in  Zukunft  erledlgt  werdenden
Messuers=  und  Organisten-Dienste  in  Tirol  an
die  Orté=  Schullehrer  betreffend.)

Im  Namen  Seiner  Masestät  des  Köniqgs.

Um  den  Schullehrern  in  Tirol  eine  allgemeine
  und  dauerhafte  Verbesserung  ihres  Zustandes
  zu  verschaffen,  haben  Seine  känigliche

Majestäht  durch  ein  allerhöchstes  Reskript  vom

812

II.  März  dieses  Jahres  allergnadigst  zu  verordnen
  geruhe:  daß  in  Zukunft  alle  erledige
werdende  Meßners=  und  Organisten-Dienste
  nur  den  Orts-Schullehrern  verliehen,
  zugleich  aber  da,  wo  örtliche  Verhaltnisse
  es  nothwendig  machen,  vorschriftmässig
gebildere  und  geprüfte  Gehülfen  aufgestellt
werden  sollen,  damir  kein  Nachtheil  aus  dieser
  Dienstesvereinigung  entspringe.

Sämmtliche  königliche  Kreisämter,  dandgerichte,
  Schul-Distrikts-Aufseher  und  Pariimonial-Obrigkeiten
  haben  daher  von  nun  an
auf  das  sorgfältigste  zu  wachen,  daß  diese  allerhöchste
  Verordnung  allenthalben  genau  beobachtet,
  und  kein  erledigt  werdender  Meßnersoder
  Organisten-Dienst  anders,  als  an  den
Orts-Schullehrer  vergeben  werde,  wem  auch
immer  die  Besezung  solcher  Dienste  bisher
zugestanden  haben  möge.

Daß  Schullehrer  zu  ihrer  Anstellung  die
Genehmigung  der  Landesstelle  bedürfen,  verstehr
  sich  ohnehin.  Jede  Anzeige  einer  Dienstesverleihung,
  welche  nicht  im  Sinne  dieser  allerhöchsten
  Verordnung  wäre,  wird  nicht  nur
ungiltig  seyn,  sondern  den  aufsehenden  Behörden,
  die  sich  hiebei  eine  Vernachlässigung
zu  Schulden  kommen  lassen,  zur  strengen
Verantworkung  angerechnet  werden.  Insbesondere
  sollen  die  Schulbezirks-Aufseher  in
ihren  periodischen  Berichten  vorzügliche  Rücksicht
  auf  diesen  Gegenstand  nehmen.

Innsbruck  den  25.  März  1808.

Königliches  Gubernium  in  Tiroll.

Graf  von  Arco.
Strobl.