547
Koͤniglich-Baierisches
548
Negierungöblat t.
„KX/X. Stück. München, WMittwoch den 4. September 7876.
Verordnung.
(Die Verwendung von Aneländern im Staatsdiensie
betressend. !)
Wir Maximtlian Joseph,
von Gottes Guaden König von Baiern.
E- And seit einiger Zeit mehrere Indigenar
Gesuche von solchen Ausländern an Uns
gelangt, welche ohne Unser Vorwrssen zum
Staatsdienste sunktionsweic verwendet, und
dadurch zum Austritte aus ihrem ursprünglichen
Vaterlande veranlaßt worden sind.
Damit ähnliche Gesuche von Fremden
zum Nachtheile Unserer inkändischen oft fdhigern
oder wenigstens gleich befähigren Sub,
jekre künftig nicht mehr statt finden können;
so befehlen Wir hiemit, daß kem Aus laͤnder
zu einer Funktion im Staatsdienste ohne
Unsere besondere vorher ertheilte Genehmigung
ferner verwendet werde.
Hiernach werden sämtliche Stellen und
Behoͤrden Unsers Koͤnigreiches unter ihrer
strengen Berantwortlichkeit angewiesen.
Muͤnchen den 25. August 1816.
Max Joseph.
Graf von Montgelas.
Auf koöniglichen allerhdhsten Befehl
der General Sekretär
von Baumuͤlber.
Bekanntmachungen.
(Den polptechnischen Verein in Baiern betreffend.)
Seine Masestat der König ertheilten der
zur Herausgabe des Anzeigers für Kunst und
Gewerbfleiß dahier sich verbundenen Privat,
Gesllschaft bei dem beifallswürdigen Zwecke
ihres Unternehmens die allerlöchste Bestätigung,
unter dem Namen eines polptechnischen
Vereins in Baiern; mie der
Erlaubniß, das vorgeschlagene Siegel führen,
im Inlande aus allen Ständen Mitglieter
gegen einen geriugen jährlichen Bei,
trag aufnehmen, und hleraus einen Fond zu
öffenrlichen Prämien für das Fach der Ge,
werbe und Fabriken bilden zu därsen, und
versichern dem gedachten Vereine, bei der
Fortsezung seiner pacriotischen Bemühungen
des besondern allerhöchsten Schuzes.
München den 22. August 1810.
(Die Stiftung des Pfarrers und Dechants Vogele
zu Kirchdorf im Illerkreife betrefsend.)
Seine königliche Majestät haben berrir#n.
auf den Bericht des General Kreie Kommiss
sariats in Kempten vom 2. April d J. Ihr
allerhöchstes Wohlgefallen zu erkennen, gegeben,
daß der Pfarrer und Dechant,
(35)