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Koͤniglich-Balerisches
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Regierungsblatt.
XXXXIII. Stuͤck. Muͤnchen, Samstag den 24. Juni 1809.
Allgemeine Verordnungen.
(Die Einrichtung der Schullehrer- Seminarien
und die Vildung der Volksschullehrer uͤberhaupt
berreffend.)
Wir Maximilian Joseph,
von Gottes Gnaden König von Baiern.
D- es für die wichtige Angelegenheit einer
gründlichen Verbesserung der Volks-Schulen
die erste Bedingung ist, solche
Schullebrer zu bilden, welche nicht bloß die
den Volksschulen vorgeschriebenen tehrgegenstände
norhdürftig erlernt, und sich zu
einer mechanischen Mittbeilung derselben mit
Mube gewäöhnt baben, sondern, durch verständige
Unterweisung in mehreren nüzlichen
Kennenissen zum eigenen Nachdenken erweckt,
auch bei ihren Schülern den Unterricht zur
Erweckung des Geistes zu benüzen verstehen;
eine selche Bildung der Schullehrer aber
sich mit der Sicherheit und in der gleichförmigen
Ausdehnung, die zu einer allgemeinen
Verbesserung der Volksschulen nothwendig
ist, nicht erwarten läße, so lange
die Vorbereitung für den Schuldienst nicht
unter strenger Aufsicht geleitet, und durch
eine hinreichende Anzahl zweckmaͤssig eingerichteter
Institute unterstuͤzt wird; so haben
Wir noͤthig erachtet, auf diesen Zweig des
oͤffentlichen Unterrichts eine besondere Sorgfalt
zu verwenden, und zu dem Ende beschlossen:
1. Die Zahl der oͤffentlichen Bildungs-Anstalten
fuͤr kuͤnftige Volksschullehrer zu
vermehren, und neben den zu Muͤnchen,
Amberg, Bamberg und Innsbruck
bereits bestebenden Schullehrer-Seminarien
noch zwei andere zu Augsburg
und NRürnberg zu errichten;
’'2. den Unterricht in diesen Seminarien
unentgeldlich ertbeilen;
3. die jenen vier älteren Schullehrer-Seminarien
bereits ertheilten Vorschriften, nach
einer wiederbolten Durchsicht, zu einem allgemeinen
Regulativ zusammen stellen
zu lassen, welches nicht nur die in den Schullebrer,
Seminarien zu beobachtende Ordnung,
sondern auch zugleich die als Bedingungen
des Eintrits in das Schulamt überhaupt
zu erfüllenden Foderungen festsezt;
4. auch die Vorbereitung zum Schuldienste,
die ausserhalb der Seminarien noch
gestattet werden kann, strengeren Bedingungen
zu unterwerfen.
Nach diesem allgemeinen Regulative, welches
durch das Regierungsblatt öffentlich be-63