1857
Koͤniglich-Baierisches
1858
Regierungsblat t.
LXXXII. Stück. München, Sanstag den 35. November 1809.
Allgemelne Verordnungen.
(Die Fortdauer des momentanen Steuer-Provisoriums
für das Etats-Jahr 180 betreffend.)
Wir Marimillan Joseph,
von Gottes Gnaden König von Balern.
D. eingetretenen Kriegs, Ereignisse haben
die Fortschritte der Steuer, Rekrifikation dergestalt
verzögert, daß die beabsichtete Einführung
des allgemeinen Steuer-Provisoriums
mit dem Etats-Jahre 180x1# zur Unmöglichkeit
geworden ist.
Wir sehen Uns daher veranlaßt, die Fortdauer
des momentanen Steuer: Provisoriums
vom Jahre 1805 auch noch auf das laufende
Etats-Jahr auszudehnen, so, daß in demselben
alle, wie immer Namen habende Steuern
und Auflagen, welche künftig durch das
allgemeine Steuer-Provisorium surrogirt werden
sollen, noch in der nämlichen Anzahl, in
den nämlichen Terminen und auf die nämliche
Alt zu erheben sind, wie Wir dieses in Unserer
allerhoͤchsten Verordnung vom 25. November
v. J. für das verstossene Erats-Jahr fettgesezt
haben.
Co ist jedoch Unser bestimmter Wille, daß
die höchst ungleschen Steuern und Auflagen
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in jenen Städten und Märkten Unsers Reis
ches, welche nach einem andern Fusse, als
die sie umgebenden Gebiete besteuert sind, im
laufenden Etats-Jahre nicht mehr bestehen
sollen, und Wir befehlen daher Unsern Finanz'Direktionen,
die gänzliche Berichigung
der neuen Kataster dieser Gemeinden mit allem
Nachdrucke zu beschleunigen.
Sollte nichts destoweniger in einer dieser
Gemeinden der bisher gewöhnliche Zahlungs-Termin
einer künftig erlöschenden Auflage
verfallen, ehe die neuen SteuerKataster genehmigt
#ind, so ist gleichwohl die verfallene
Auflage einsweilen zu erheben und beim Eintritte
des allgemeinen Steuer- Provisoriums
hierauf abzurechnen.
Diese Unsere allerhöchste Verordnung las
sen Wir durch das Regierungsblart zur allgemeinen
Wissenschaft und Nachachtung bekannt
machen.
München den 17. November 1809).
Max Joseph.
Freiherr von Hompesch.
Auf königlichen allerhbchsten Befehl
der General-Sekretär
G. Geiger.