Full text : Geschichte des Preußischen Staates

Text  zu  dem  folgenden  Einschaltbilde:  „Ankunft  des  Rönigs  von  Dänemark“.

 

Anno  1505.  im  Ociob.  als  der  Durchleuchtigst  *.  n  rst  vnd  Berr!
Berr  Christianns  geborner  König  in  Dennemarck  ꝛc.  den  Churfürsten  zu
Brandenburg  zu  besuchen  auffm  wege  gewesen:  haben  si'  'bre  Churf.  Gna.
mit  allem  seinem  Adeldenn  er  auch  eines  guten  theils  hierzu  vom  Lande!
sonderlich  erfordern  ond  beschreiben  lassen  /  ber  zeit  gerüstet  r  Kön.  Wirde
enigegen  zu  sl0s*  da  denn  zu  förderst  viel  grosser  Herren  vom  Adel  vorher
geritten!  Rum.  l.  darauff  funffzehen  Trommeter  gefolget!]  so  noch  in  schwartzen
Trawrkleidern  bekleidet  waren  wie  sie  auch  gleicher  gestalt  schwartze  FKahnen  an
ihren  Trommeten  führeten  i  so  war  auch  die  Heertrummel  mit  schwartz  omb.
henget  Mum.  2.  (Soiches  darumb  rienl  onlangst  zuvor  jrer  TChurf.  Gnaden
Fraw  Schwester.  [Wiewe  von  Braunschweig  ond  Lünenburg  !  todes  herchieden.)
  Num.  5.  Denen  sind  nun  ihre  CThurf.  G.  allgemach  hernach  gefolget
wischen  den  berden  Bochgebornen  Färsten  ond  Berren!  Herrn  Administratorn
des  Stüiffts  Magdeburg  s  2c.  so  auff  der  rechtens)  !  Xum.  4  ond  den  Sigisnund

 

Hertogen  in  Preussen  welcher  auff  der  luncken  seiten  geritten  Num.  5.  auff
welche  J.  Thurf.  G.  zween  ander  Söhne  /  Rum.  6.  ond  7.  in  veren  mitte  Thristianns
  Fürst  zu  Anhalt]  Tum.  3.  ferner  der  Junge  Graffe  von  Sollern)  vnd

der  Herr  Graff  von  Spandawen)  Num.  9.  vnnd  10.  diese  sind  von  einem  grossen
Adels  so  all  in  schwartzem  Sammet  gekleidet!  ond  mit  schönen  güldenen  Ketten
gejieret]  beleitet  worden:  also|daß  sich  rdieer#  auszug  sämptlich  ober  fünff.
hundert  Oferde  erstrecket  hat.  Rum.  UI.  vund  12.  Man  hat  auch  zuvor  in
den  berden  Städten  Berln  ond  Töll)  zuen  tage  ehe  man  sich-  jhrer  Kön.
Wirden  ankunfft  gewißlich  zu  versehen  gehabt.  die  gantze  Bürgerschafft  gemustert]
  wie  dieselbig  am  Einzug  zum  besten  mit  jlbren  Wehren  gerüstet!]  auff
berden  seiten  der  Gassen  in  feiner  Ordnung  zierlich  sind  dargestellt  worden.  Als
man  un  ihre  Köô.  Wirden  auff  der  Spannischen  ***)  Heiden  mit  500.  Pferden
sehen  ankommen  7  ist  i46  Th.  G.  derselben  neher  gerückt  vound  beneben
dero  Hoffräthen]  nach  Fürstlichem  brauch  mit  grosser  Reuerentz  daselbsten
entpfangen)  uound  angenommen]  Num.  15.  da  als  denn  die  Beertrummel
geschlagen  ]  ond  von  allen  Crommctern  zugleich  (deren  Kön.  Wird.  auch
zwölff  mitgebracht!  so  alle  silberne  Crometen  gehabt!  wie  auch  seine  Heertrummel
  silbern  gewesen)  gewaltig  auffgeblasen  worden!  Sn  I4.  jrer  Kön.
Wir.  sind  auch  vier  schöner  Pferd  mit  Fürstlichem  zeug  geputzetjedes  von  einem
Trabanten]  so  in  gelb  ond  roth  Damast  gekleidet!  geieitet  vnd  nachgeführet
worden]  Aum.  15.  Als  man  in  die  Stadt  hinein]  ond  zum  Schloß  kommen
haben  die  Bürger  loß  gebrandt  ]  onter  daß  sein  jbhre  K.  W.  vollends  ins
Schloß  geführet!  welches  auffs  hellichte  mit  köstlichen  #güldenen  ns  Silbern
stücken  gezieret  war  da  ihre  Thurf.  G.  die  Kön.  Wir.  zum  wilkommen  neg
einmahl  herrlich  angenommen  wie  auch  jhre  Kon.  W.  von  jhr.  Chur
Gemahl]  ond  andern  Fürstlichen  Fräwlein!  auch  Lantzem  Frawenzimmer  P#erlich!
  .s  mit  grosser  Fürstlicher  Reuerentz  sind  entpfangen  worden.

olgenden  Montag  ist  ein  Ringelrennen  außgeruffen  worden  vnd
als  ba  die  stechban  zu  solchem  zugerüstet  worden]  ond  sind  die  Fürstliche
Hersonen  sampt  andern  Berren  ond  vom  Adels  omb  12.  ohr  bemeltes  tags
auffgezogen.  Erstlich  haben  ihre  F.  G.  der  Herr  Kauministlator  gerennet  ond
sich  trefflich  wol  gehalten  I  ond  ein  schön  Kleinot  gewonnen  folgends  K.  W.
selbst  mit  Fürst  Thristian  von  Anhalt]  desgleichen  Fürst  TChristianu#s  Herr  Bruder
mit  Reichards  von  der  Schulenburg  Son  welche  allesampt  wol  ond  künstlich
renneten  insonderheit  hat  ihr  K.  W.  in  diesem  Fürstlichen  Nitterspiels  ein
schön  Credentz  mit  dem  Pellican  gewonnen.

Ihre  CThurf.  G.  haben  solchem  Ritterspiel  aus  dem  Schlob  èin  den
Fenstern  mit  dero  mitlern  jungen  Herrn  zugeseben  wie  auch  j  .
gleichfals  auch  des  Herrn  Administratoris  Gemahl  ]  ond  die  junge  *  auß,
Hreussen  iE  dem  gantzen  Frawenzimmer  demsselben.  zugeschawe

Abend  herber  kommen  sind  die  Rerren  wider  tach  Hoffe
assse  1  boecruen  mit  frewden  zugebracht

Kuc.  e  relationit  ntinunuat.o  ßö-.

 

der  nachnialige  Kurfurst  %t  ui  gnerin
.  jedensalo  Nochus  (#raf  zu  Lun
valgärc,  auch  sonst  rrrhane  Form  für  Spandauisch.