Volltext : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1812. (8)

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lichen  Gehalts-Bezuͤge,  nicht  aber  die  unter
dem  Absaz  V.  gehoͤrigen  Genuͤßie  fuͤr  besonders
gestiftete  Gottesdienste,  z.  B.  Jahrtage  u.
d.  gl.  vorkommen.

Da  in  der  Fassion  nur  der  reine  Ertrag
aufgenommen  werden  soll,  so  müssen  diesenihen
  Ausgaben,  welche  auf  die  Erhebung  der
NauralBesoldungen  sich  ergeben,  sogleich
gehörigen  Orts  vorgetragen  werden.  Dahin
gehören  z.  B.  Fuhrlohn  von  der  Getreid  und
Holz-:  Besoldung,  Holzhauerlohn,  Getreidabmeßgelder
  2c.  in  einem  berechneten,  oder  ermässigten
  Durchschnitts=  Betrage;  ersteres
jedoch  nur,  wenn  hiezu  fremdes  Fuhrwerk  gegen
  Bezahlung  bestellt  werden  muß;  denn
für  die  freie  Beifuhr  von  Sene  der  Gemeinde=Glieder,
  oder  mit  eigenem  Gespanne  darf  nichts
in  Ansaz  gebracht  werden.  Diese  Ausgabed
müssen  von  der  nämlichen  Behörde,  welche  die
Gehalts  =  Bezüge  selbst  bescheint,  attestire
werden.  In  der  Fassion  wird  sonach  der  ganze
ständige  Natural=  Bezug  mit  Beisezung  des
Durchschnitts-Preises  vorgetragen,  die  Ausgabe
  auf  dessen  Erhebung  angeführt,  und  der
nach  Abzug  dieser  verbleibende  reine  Betrag
im  Gelde  in  der  Kolumne  ausgeworfen,  z.
B.  vom  Rentamte  N.  15  Schäffel  Korn  zu
zfl  nach  Abzuge  des  Fuhrlohns  pr.  3  fl.  und
der  Meßgelder  pr.  30  kr.  —  115  fl.  30  kr.

G.  11.  Die  Bezüge  der  Pfarrer,  Benefzlaten,
  und  anderer  Geistlichen  aus  den
Mitteln  der  Gutsherrn  werden  durchgängig
unter  der  sten  Unterabthellung  /an  standigem
  Gehalte  von  Privaten  t  ainen
gebracht.  Dieser  Position  werden  soda

 

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weitern  geeigneten  einzelnen  Abtheilungen  mit
Benennung  der  einschlaͤgigen  Verwaltunge-Kassa,
  aus  der  die  Besoldung  fließt,  dann
der  Geld=  und  Natural-Bezüge  rc.  gegeben.

B.  An  Ziusen  von  den  zur  Parrei,  Kuratie,
  Expositur,  oder  zum  Benefizium
gestifteten  Kapitalien.

G.  12.  Unter  diese  Hauptposition  gehören
diejenigen  Kapiralien,  deren  Zinse  nach  der
Verordnung  der  Srifter  zur  Sustentation  des
jedesmaligen  Pfarrers,  Benefiztaten,  Kuraten,
  exponirten  Kaplanes  rc.  bestimmn,  und
deren  Verwaltung  diesen  Pfründengenüssern  in
Folge  der  Suftungs,  Urkunde  selbst  vorbehalten
  worden  ist.

Diese  Kapitalien  werden  in  ein  Berzeichniß
gebracht,  welches  nach  dem  unter  Ziffer  II.  im
Formulare  beiliegenden  Schema  hergestellt
werden  muß.  Diesem  Verzeichniße  werden  die
einschlägigen  Stifrungs,  Urkunden  abschriftlich
beigekegt.  Dasselbe  bildet  sodann  die  obiger
Posit#on  entsprechende  Beilage  der  Fassion.

C.  Ertrag  aus  Realitäten.

G.  13.  Jeder  Pfarrer,  Benefiziat  2c.  hat
über  die  ihm  zur  Benüzung  überlassenen  Realitcten
  eine  genaue  Beschreibung  herzustellen:
welche  als  Beilage  bei  dieser  Position  vorkommen
  muf.

Diese  Beschreibung  beginnt

I.  mit  den  Gebäuden:
1.  Dem  Pfarrhause,  wobei  angegeben
  werden  muß,  ob  es  der  Kirche
zugehöre,  oder  nicht,  dann  wem  die
Baulast  obliege?  —  wie  die  Bau-