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sern Staaten zu verzehren, und koͤnnen die-
selben ausser Landes nur mir Unserer beson-
dern allerhöchsten Bewilligung, und gegen
Abzug des drirten Theiles derselben beziehen.
München den 9. Juni 1813.
Mar Joseph.
Graf von Montgelas.
Auf koniglichen allerhbchsten Befebl
der General-Sekretär
G. von Geiger.
Wappen Verleihungen.
Für die Stadt Burgau im Ober-Donaukreise.
Wir Maximilian Joseph,
von Gottes Gnaden König von Baiern.
Um Unserer Stadt Burgau ein ehren-
volles Denkmal Unserer allerhöchsten Gnade
zu geben, haben Wir beschlossen, derselben
ein neues Wappen huldvollst zu verleihen,
das die Stadt sowohl, als auch Unsere Na-
jional: Garde lII. Klasse daselbst in allen
offziellen Ausfertigungen, und sonst zu füh-
ren und zu gebrauchen berechtiget ist. Die-
ses Wappen stellt einen aus weissen Quader=
steinen erbauten, und oben mit vier Zinnen
versehenen altgothischen Thurm im blauen
Felde vor. Der Thurm hat unter den Zin-
nen zwei Schußscharten und unten ein of-
senes Thor; zu seinen beiden Seiten stehr
rechts, und dann auch links ein grüner Tan-
nenbaum. Oben quf dem Schilde liegt an-
statt eines Helmschmuckes ein Korb mit gol-
denen Garben, und um den Schild hängen
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zwei abwechselnd mit blau und weissen Baͤn-
dern befestigte Guirlanden, die eine rechts
von Eichen- und die andere links von Lor-
beerlaube.
fü#- die Märkte Arnsdorf und Henger #
berg im Unter-Donankreise.
Da Unsere Märkte Arnsdorf und
Hengersberg nach dem Berichte Unsers
General: Kommissariats des Unter, Donau-
kreises vom 9. August v. J. mit keinen
Wappen versehen sind, so wollen Wir den-
selben in Gnaden folgende Wappen verleihen,
welche die genannten Märkte sowohl, als
auch die daselbst bestehende Nazional, Garde
III. Klasse bei offiziellen Ausferkigungen
und sonst zu führen und zu gebrauchen be-
rechtiget sind.
Das Wappen des Marktes Arnsdorf
besteht aus einem teurschen Schilde, worauf
sich im rorhen Felde ein weisser, rechts sehen-
der Schwan mit schwarzen Füssen und einem
schwarzen Schnabel befindet.
Das des Marktes Hengersberg aber
ist eben dasselbe, welches das ehemalige Klo-
ster Niederalteich wegen Hengersberg geführt
hat, und bestehet aus drei grünen Hügeln
im silbernen Felde; auf dem mittleren Hügel
ragt auf einem ebenfalls grünen mit vier
Blättern gezierten Stängel eine blaue aus
fünf Blädttern und fünf gelben Sraubfäden
gestaltete Blume empor, ober welcher Wol-
ken angebracht sind, aus welchen goldene
Steahlen hervorgehen.
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